Blizzard hat ein Problem mit sinkenden Spielerzahlen

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activision blizzardWie die meisten Unternehmen in der Gaming-Branche, konnte auch Activision Blizzard von der Corona-Krise profitieren. Dies legen die jüngst veröffentlichten Quartalszahlen für das erste Quartal 2021 nahe. Demnach konnte das Unternehmen mit einem Umsatz von etwa 2,28 Milliarden US-Dollar in den ersten drei Monaten ein signifikantes Wachstum von 28 % im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. Ein großer Teil der Zunahme rührt dabei jedoch von Activision her, welches mit einem Umsatzanstieg von 72 % im Jahresvergleich an Blizzard vorbeizieht.

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Der Publisher von World of Warcraft hat jedoch ein Problem: Sinkende Spielerzahlen. So konnte Blizzard im ersten Quartal 2021 gerade einmal etwa 27 Millionen aktive Spieler pro Monat für sich verbuchen, verglichen mit 38 Millionen aktiven Nutzern pro Monat im ersten Quartal 2018. Damit verlor das Unternehmen in den letzten drei Jahren rund ein Drittel seiner Spielerbasis.

Die Gründe dafür sind vielfältig. Einerseits hat die Spieleschmiede schon seit fünf Jahren kein komplettes Spiel mehr veröffentlicht. Gleichzeitig verlassen etablierte Größen, wie beispielsweise der Director von Overwatch, Jeff Kaplan, die Firma. Es bleibt abzuwarten, ob Blizzard mit lang erwarteten Titeln, wie Diablo 4 oder Overwatch 2 wieder Spieler zurückgewinnen kann. Beide werden jedoch nicht vor 2022 erwartet.

Activision hingegen konnte durch die Einführung seiner Free-to-Play Games Warzone und Call of Duty Mobile seine Spielerschaft in den letzten Jahren beinahe verdreifachen, von 51 Millionen auf 150 Millionen aktive Spieler. Zusammen mit Dauerbrennern, wie Candy Crush (258 Millionen Spieler in Q1 2020) kann Activision Blizzard damit insgesamt eine Steigerung der aktiven Spieler pro Monat um 16 %, von 374 Millionen in ersten Quartal 2018 zu 435 Millionen im ersten Quartal 2021 für sich verbuchen.