Wettskandal bei Counter-Strike: Beschuldigten drohen bis zu zehn Jahren Haft

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In der Vergangenheit wurde das Thema E-Sports und dessen Einstufung als echter Sport ziemlich öffentlichkeitswirksam diskutiert. Dass "wirklicher" Sport auch seine Schattenseiten haben kann, dürfte weitestgehend bekannt sein. Doping, Menschenhandel und Wettbetrug sind in den etablierten Sportarten alles schon einmal Thema gewesen. Bei Letzterem denkt man in erster Linie an Pferderennen oder Fußballspiele, aber Wettbetrüger im E-Sports!? Geht so etwas überhaupt? In der australischen E-Sports-Szene ist es zu einem entsprechenden Fall gekommen. 

Insgesamt sind sechs australische Counter-Strike-Profis beschuldigt, Partien bei einem Turnier des Computerspiels Counter-Strike: Global Offensive absichtlich verloren zu haben. Zuvor wetteten sie jedoch gegen sich und somit auf eine eigene Niederlage. Wie sich dem Polizeibericht entnehmen lässt, sollen insgesamt mehr als 20 Wetten auf die Niederlage der Beschuldigten abgegeben worden sein. Am 21. August 2019 wurden sechs Männer, die sich in einem Alter von 19 bis 22 Jahren befinden, von den australischen Behörden in Haft genommen und deren Wohnungen durchsucht. Mittlerweile befinden sich die jungen Männer allerdings wieder auf freiem Fuß. Im schlimmsten Fall kann den E-Sportlern eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren drohen.

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Die australische Polizei gab in Form des Assistant Commissioner Neil Paterson zu Protokoll, dass es sich bei E-Sports um eine aufstrebende Industrie handeln würden und man beabsichtigt, Anzeigen bezüglich verdächtiger oder krimineller Aktivitäten im E-Sports sehr ernst zu nehmen.