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Google stößt mit seiner neuen KI-Strategie für die Websuche offenbar auf wenig Gegenliebe bei Teilen der Nutzerschaft. Besonders die umfangreichen KI-Funktionen, die das Unternehmen im Rahmen der Entwicklerkonferenz Google I/O 2026 vorgestellt hat, sorgen aktuell für Kritik. Davon profitieren offenbar vordergründig alternative Suchmaschinen wie DuckDuckGo, dessen Zugriffszahlen zuletzt deutlich anzogen.
Auslöser der Entwicklung sind die neuen KI-Elemente innerhalb der Google-Suche. Dazu gehören unter anderem automatisch generierte KI-Übersichten, die klassische Suchergebnisse teilweise ersetzen oder ergänzen. Gleichzeitig integriert Google immer stärker konversationsartige Funktionen, die sich aktuell nicht vollständig deaktivieren lassen.
Vor allem in den USA scheint das bei vielen Nutzern auf Ablehnung zu stoßen. Laut aktuellen Zahlen stiegen die Installationen der DuckDuckGo-App zwischen dem 20. und 25. Mai im Vergleich zur Vorwoche signifikant an. Besonders stark fiel das Wachstum dabei auf iPhones aus. Dort lagen die Zuwächse zeitweise bei fast 70 % pro Tag.
Viele Nutzer kritisieren primär den Verlust klassischer Suchergebnisse und wünschen sich mehr Kontrolle über die Darstellung der Inhalte. Statt KI-generierter Zusammenfassungen bevorzugen sie weiterhin die traditionelle Liste von Webseiten und Quellen.
DuckDuckGo positioniert sich dabei gezielt als Gegenmodell. Geschäftsführer Gabriel Weinberg erklärt, dass Nutzer selbst entscheiden sollten, in welchem Umfang sie KI-Funktionen verwenden möchten. Das Unternehmen setzt deshalb weiterhin auf eine klassische Suche und bietet zusätzlich eine spezielle Version ohne KI-Elemente an. Die Webseite noai.duckduckgo.com verzeichnete zuletzt ebenfalls steigende Zugriffszahlen.
Ganz auf künstliche Intelligenz verzichtet DuckDuckGo allerdings auch nicht. Mit Duck.ai bietet das Unternehmen eigene KI-Funktionen an, bei denen Datenschutz und Anonymisierung im Vordergrund stehen sollen. Nutzer erhalten dort Zugriff auf verschiedene Sprachmodelle wie Claude 4.5 Haiku oder GPT-5 mini. Nach Angaben des Unternehmens werden dabei aber weder IP-Adressen gespeichert noch Nutzerdaten für das Training der Modelle verwendet. Auch weitere Funktionen richten sich gezielt an Nutzer, die sich stärker von KI-generierten Inhalten abgrenzen möchten. Dazu gehört unter anderem ein Filter, der automatisch erzeugte Bilder aus den Suchergebnissen entfernt.
Trotz des aktuellen Wachstums bleibt der Marktanteil von DuckDuckGo im Vergleich zu Google dennoch gering. In den USA liegt dieser derzeit bei rund zwei Prozent. Dennoch zeigt die Entwicklung, dass die forcierte Integration von KI in klassische Suchmaschinen nicht bei allen Anwendern auf Zustimmung stößt.