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Nachdem Google neuen Konten jahrelang 15 GB kostenlosen Speicher spendiert hatte, wird dieses Kontingent nun offenbar nicht mehr in jedem Fall automatisch gewährt. Bei neuen Konto-Registrierungen stehen ohne hinterlegte Telefonnummer zunächst nur noch 5 GB für Gmail, Drive und Fotos zur Verfügung. Das volle Gratisvolumen wird erst freigeschaltet, wenn das Konto per Rufnummer verifiziert wird.
Bislang gab es für Nutzer pauschal 15 GB für das Google-Ökosystem. Sie galten gemeinsam für E-Mails, Drive-Dateien und Fotos, reichten für einfache Nutzung aus und wurden erst mit wachsender Foto- oder Backup-Nutzung zum Problem. Mit 5 GB ändert sich dies jetzt, wobei Google ohne Verifizierung mit der Konkurrenz gleichzieht. Wer bereits ein Konto nutzt, soll sein bisheriges Kontingent weiterhin behalten dürfen.
Die Änderung zielt vielmehr auf Neuanmeldungen ab und damit auf Nutzer, die die Dienste bislang anonym oder nur mit einem schwach verifizierten Profil dauerhaft nutzen wollten. Kostenlose Konten lassen sich für Spam, automatisierte Registrierungen oder als billiger Ausweichspeicher nutzen. Eine Telefonnummer erschwert solche Muster, weil das volle Speichervolumen nicht mehr beliebig oft und ohne weitere Hürde abgegriffen werden kann. Zugleich spart jeder nicht vergebene Speicherblock Infrastrukturkosten, die bei Mail, Fotos, Backups und KI-nahen Diensten im großen Maßstab relevant werden.
Zum Vergleich: Apple stellt für iCloud schon seit fast einem Jahrzehnt regulär nur 5 GB kostenlosen Speicher bereit. Microsoft nennt für OneDrive ebenfalls 5 GB kostenlosen Cloud-Speicher, getrennt von den 15 GB Mailbox-Speicher bei Outlook.com. Google läge mit 5 GB ohne Telefonnummer damit auf dem Niveau der beiden großen Konkurrenten. Die 15 GB blieben ein Vorteil, wären aber stärker an die Verifizierung des Kontos gebunden.