Facebook-Panne leakt Admins von Banksy, Wladimir Putin und vielen mehr

Veröffentlicht am: von

facebook logo

Normalerweise sind die Administratoren von Facebook-Fan-Seiten anonym, außer natürlich, der Seitenbesitzer entscheidet sich dafür, diese preiszugeben. Jedoch könnte das Bekanntwerden der Admins gerade bei Seiten von Prominenten oder bei regierungskritischen Inhalten für die Betreiber problematisch werden. Aus diesem Grund tappt der normale Nutzer zumeist im Dunkeln, wenn es um Betreiber einer Facebook-Seite geht. Jetzt sorgte allerdings ein Bug auf der Social-Media-Plattform dafür, dass jeder Nutzer in der Lage war, die Accounts hinter den Fanseiten einzusehen. 

Besagter Fehler wurde mittlerweile von dem US-amerikanischen Unternehmen behoben, allerdings konnten diverse Nutzer hinter prominenten Seiten enttarnt werden. Dazu gehört unter anderem der Admin der Fanseite des Künstlers Banksy. Aber auch die Admins von Wladimir Putin, Hillary Clinton sowie Klimaaktivistin Greta Thunberg und viele mehr wurden aufgrund der Facebook-Panne offengelegt. Eine Vielzahl von Screenshots finden sich aktuell auf Webseiten wie 4-Chan oder Imgur.

» zur Galerie

Um den Bug auszunutzen reichte es aus, auf einer entsprechenden Seiten die Bearbeitungshistorie eines Postings zu öffnen. Hier zeigte Facebook fälschlicherweise das bzw. die Konten an, die für das Erstellen sowie für die Änderungen verantwortlich waren. Normalerweise werden dort nur die Änderungen angezeigt und nicht im Speziellen von wem diese vorgenommen wurden. 

Laut Aussagen eines Facebook-Sprechers hat ein Sicherheitsforscher das Unternehmen auf den Fehler hingewiesen. Verantwortlich für den Bug soll laut Aussagen der Social-Media-Plattform ein Update am vergangenen Donnerstag gewesen sein. Bereits am Freitag gelang es Facebook die Lücke zu schließen. Allerdings sind, wenn man Facebook Glauben schenkt, neben den genannten Informationen keine weiteren Daten an die Öffentlichkeit geraten. 

"Bei sensiblen Seiten würde ich nicht ausschließen, dass einige Leute jetzt das Gefühl haben, dass sie aufgrund der heutigen Ereignisse in Gefahr sind", sagt Lukasz Olejnik, ein unabhängiger Berater für Datenschutz und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Technology & Global Affairs der Universität Oxford in England. "Es wäre eine gute Idee gewesen, Fanseiten mit gefälschten Konten zu betreiben. Manche könnten es als eine paranoide Art des Versteckens sehen, aber das ist es nicht."