Cisco: Mobiler Datentraffic steigt bis 2020 um das 8-Fache

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ciscoBis 2020 wird der mobile Datenverkehr voraussichtlich um das Achtfache ansteigen. Das geht nun aus dem Cisco Visual Networking Index (VNI) hervor, welcher am Dienstag vorgelegt wurde. Demnach belief sich der mobile Datentraffic im vergangenen Jahr auf monatlich rund 3,7 Exabyte – an Anstieg um satte 74 % gegenüber dem Vorjahr. Damit wurden jeden Monat etwa 912 Millionen DVDs oder fast 10,2 Millionen Textnachrichten pro Sekunde über die Netze der Mobilfunkbetreiber geschoben. Im Schnitt verursachte jedes Mobilgerät einen Traffic von rund 495 MB. 2014 waren es mit 302 MB noch 36 % weniger. Bricht man das auf Smartphones herunter, waren es sogar 929 MB pro Monat.

In Deutschland belief sich der mobile Datentraffic auf immerhin noch 52,8 Petabytes pro Monat. In den nächsten vier Jahren wird sich diese Menge mit einer jährlichen Steigerung von etwa 46 % fast versiebenfachen. Laut den neusten Zahlen des VNI sollen dann monatlich 354,2 Petabytes über deutsche Mobilfunknetze gehen. Pro Nutzer wären das fast 4 GB an Daten. Als Grund für den gewaltigen Traffic-Anstieg nennt der Netzwerkausrüster zum einen die stetig wachsende Verbreitung von Wearables, aber auch die größere Nachfrage nach Video-Streaming-Content und Cloud-Anwendungen Bis 2020 soll es weltweit 127,6 Millionen Wearablees geben, wovon 6,6 Millionen über eine integrierte Mobilfunkverbindung verfügen sollen.

Weltweit gesehen soll es im Jahr 2020 5,5 Milliarden Nutzer von Mobilgeräten geben, was etwa 70 % der gesamten Weltbevölkerung entsprechenden würde. Global soll der mobile Datenverkehr in den nächsten vier Jahren sogar um das Achtfache ansteigen – der Anteil des mobilen Datenverkehrs von Smartphones soll von 75 auf 81 % steigen. Insgesamt wächst die Nachfrage nach schnellen Mobilverbindungen doppelt so schnell als der Traffic über feste IP-Leitungen.

Die Cisco Global Mobile Date Traffic Forecast basiert auf Vorhersagen und realen Messungen vergangener Jahre. Aber auch Faktoren wie Übertragungsraten, Rechenleistung und Nutzerverhalten fließen in die Berechnungen mit ein.