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Azure Linux

Microsoft macht seine erste Linux-Distribution öffentlich zugänglich

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Microsoft macht seine erste Linux-Distribution öffentlich zugänglich
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Microsoft will erstmals seine eigene Linux-Distribution öffentlich verfügbar machen. Die Ankündigung erfolgte überraschend während des Open Source Summit North America durch Brendan Burns, der bei Microsoft für Cloud-Native-Technologien verantwortlich ist. Damit öffnet der Konzern erstmals eine intern entwickelte Distribution für externe Nutzer und Entwickler.

Unter dem Namen Azure Linux 4.0 soll das Betriebssystem künftig als Open-Source-Projekt über GitHub bereitgestellt werden. Einen konkreten Veröffentlichungstermin nannte Microsoft bislang noch nicht. Technisch basiert die Distribution auf Fedora Linux und wurde speziell für den Einsatz innerhalb der Azure-Cloud angepasst.

Microsoft nutzt eigene Linux-Lösungen intern bereits seit geraumer Zeit. Bislang waren diese Systeme allerdings hauptsächlich für spezielle Cloud- und Serverumgebungen vorgesehen. Mit Azure Linux soll nun eine einheitliche Plattform entstehen, die eng mit den eigenen Cloud-Diensten verzahnt ist und gleichzeitig Entwicklern dieselben Bedingungen lokal wie später in der Azure-Infrastruktur bieten soll.

Die Ankündigung gilt auch deshalb als bemerkenswert, weil Microsoft mit seinen Produkten vor allem als Gegenspieler der Linux-Welt gilt. Der frühere CEO Steve Ballmer bezeichnete Linux einst öffentlich gar als "Krebsgeschwür". Wie Microsoft aber inzwischen zugeben muss, ist Linux heute das meistgenutzte Betriebssystem innerhalb der Azure-Cloud.

Microsoft hebt dabei insbesondere die Sicherheitsarchitektur der neuen Distributionen hervor. So hält der Konzern die Zahl der installierten Komponenten bewusst klein und kontrolliert die gesamte Lieferkette der Softwarepakete. Sicherheitsupdates sollen monatlich erscheinen, bei kritischen Schwachstellen auch kurzfristig.

Eine klassische Desktop-Version plant Microsoft derzeit nicht. Azure Linux soll primär für Server-, Container- und Cloud-Szenarien genutzt werden. Gleichzeitig wird die Distribution künftig auch über das Windows Subsystem for Linux (WSL) unter Windows 11 verfügbar sein. Diese Variante richtet sich vor allem an Entwickler, die lokal mit derselben Umgebung arbeiten möchten wie später innerhalb der Azure-Cloud.

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