Windows 11 soll Systeme teilweise deutlich beschleunigen (Update)

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microsoft 2Nachdem es in der vergangenen Woche eine ISO von Windows 11 ins Netz geschafft hat, haben nicht nur unzählige Nutzer bereits die neue Windows-Version installiert, sondern diese wurde auch schon auf Änderungen abgeklopft. Im Fokus standen dabei meist die optischen Änderungen, doch offenbar hat sich auch unter der Haube einiges getan. So hat zunächst Hot Hardware ein Samsung Galaxy Book S mit Lakefield-Prozessor von Intel getestet. Verbaut ist hier ein Core i5-L16G7 (Test) mit fünf Kernen, von denen einer auf Sunny Cove und die vier weiteren auf Tremont basieren.

Getestet wurden einige synthetische Benchmarks, die zwar durch die Bank das Windows 11 vorne sahen, bei denen einige wenige Anwendungen aber besonders deutlich herausstachen. So legten einige Tests um bis zu 5 % zu, während bei anderen wiederum nur geringe Leistungsunterschiede festgestellt werden konnten.

YouTuber Ben Anonymous legte am Wochenende noch einmal nach und liefert weitere Tests. Hier wurde ein Notebook mit Intel Core i7-10875H und NVIDIA GeForce RTX 2070 Super verwendet. Aus dem Video zu entnehmen sind folgende Benchmarkwerte:

7 % mehr GPU- und 35 % mehr CPU-Leistung klingen eigentlich zu gut um wahr zu sein. Während sich das GPU-Plus sicherlich noch mit einem verbesserten Treiber-Handling begründen lässt, hinterlässt das CPU-Ergebnis hier doch einige Fragezeichen.

Windows 11 Leistungsplus
Windows 11 Leistungsplus
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Für einen weiteren Test wurde der Geekbench verwendet. Hier sagen die Ergebnisse wie folgt aus:

Während sich in der Single-Core-Leistung also recht wenig zu tun scheint, legt die Multi-Core-Leistung um 18 % zu. Unabhängig von den Hybrid-Prozessoren scheint Microsoft bei Windows 11 Verbesserungen am Scheduler vorgenommen zu haben. Dieser sorgt dafür, dass die zu verarbeitenden Threads besser auf die Kerne und deren Ressourcen verteilt werden. Ob Auch AMD-Prozessoren in dieser Form profitieren ist bisher nicht bekannt. Im Hinblick auf den Hybrid-Ansatz von Alder Lake, die vom (mehr oder weniger) sparsamen Notebook bis hin zum Desktop mit 8+8 Kernen zum Einsatz kommen sollen, wäre eine derartige Verbesserung des Scheduler sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung.

Aber zunächst einmal sind die Ergebnisse mit Vorsicht zu genießen. So handelt es sich beim Windows 11 Build 21996.1 um eine Vorab-Version. Die Grafiktreiber, die Windows 11 automatisch lädt, stammen im Falle von NVIDIA aus dem vergangenen Jahr, wenngleich sich auch die aktuellen Versionen offenbar installieren lassen. Wir werden uns heute Vormittag auch einmal mit dem möglichen Leistungsplus durch Windows 11 beschäftigen und haben dazu ein Testsystem aufgesetzt.

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Update: Eigene Benchmarks

Wir haben ein frisches Windows 10 (Build 19043.1) gegen ein ebenfalls frisch installiertes Windows 11 (Build 21996.1) antreten lassen. Als Testsystem zum Einsatz kam ein Intel Core i9-10900K auf einem MSI MAG Z490 Tomahawk nebst 32 GB an Arbeitsspeicher. Dabei sind wir zu folgenden Ergebnissen gekommen:

UL Benchmark (GeForce RTX 3090)

3DMark Time Spy - Gesamtpunktzahl

Punkte
Mehr ist besser

UL Benchmark (GeForce RTX 3090)

3DMark Time Spy - Prozessor-Punkte

Punkte
Mehr ist besser

UL Benchmark (GeForce RTX 3090)

3DMark Time Spy - Grafikkarten-Punkte

Punkte
Mehr ist besser

UL Benchmark (Radeon RX 6900 XT)

3DMark Time Spy - Gesamtpunktzahl

Punkte
Mehr ist besser

UL Benchmark (Radeon RX 6900 XT)

3DMark Time Spy - Prozessor-Punkte

Punkte
Mehr ist besser

UL Benchmark (Radeon RX 6900 XT)

3DMark Time Spy - Grafikkarten-Punkte

Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R23

1T Single-Threaded-Leistung

Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R23

nT Multi-Threaded-Leistung

Punkte
Mehr ist besser

Control (GeForce RTX 3090)

1.920 x 1.080 Pixel, Hoch

Punkte
Mehr ist besser

Control (Radeon RX 6900 XT)

1.920 x 1.080 Pixel, Hoch

Punkte
Mehr ist besser

DOOM: Eternal (GeForce RTX 3090)

1.920 x 1.080 Pixel, Ultra-Albtraum

Punkte
Mehr ist besser

DOOM: Eternal (Radeon RX 6900 XT)

1.920 x 1.080 Pixel, Ultra-Albtraum

Punkte
Mehr ist besser

Bestätigen können wir die guten Ergebnisse der bisher veröffentlichten Tests also nicht. Möglich wäre es aber, dass Mobilprozessoren in anderen Form profitieren und vor allem für Lakefield wäre als Hybrid-Prozessor eine anderen Handhabung der Threads auf den verschiedenen Kernen denkbar.