Microsoft verschiebt Windows 10X und das Surface Neo

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Eigentlich wollte Microsoft sein Surface Neo im Herbst des aktuellen Kalenderjahres veröffentlichen, allerdings hat sich das US-amerikanische Unternehmen bereits vor einigen Wochen von diesem Vorhaben verabschiedet. Neben zwei Displays sollte das neue Surface Neo als Betriebssystem Windows 10X nutzen. Wie sich jetzt der Webseite ZDNet entnehmen lässt, wird das neue Windows-Betriebssystem frühestens im Jahr 2021 fertiggestellt werden. Allerdings räumte der internationale Hard- und Softwarehersteller ein, dass im kommenden Jahr lediglich eine abgespeckte Variante von Windows 10X erscheinen wird. Besagte Version wird zudem zunächst keine Dual-Screen-Geräte unterstützen. Somit ist auch im kommenden Jahr nicht mit dem Surface Neo zu rechnen. Laut Aussagen von Microsoft plant man mit einem Verkaufsstart des neuen Surfaces nicht vor dem Jahr 2022.

Warum sich die Entwicklung von Windows 10X aktuell so massiv verzögert ist unklar. Ebenfalls wird Microsofts neues Windows keine Win32-Apps unterstützen. Lediglich Universal Windows Platform- (UWP) und Web-Apps können mit dem neuen Betriebssystem des US-amerikanischen Unternehmens genutzt werden. Somit bleibt abzuwarten, wie groß das Interesse unter den Windows-Nutzern sein wird. 

Auch wenn das geplante Konzept des Surface Neo auf dem Papier äußerst interessant wirkt und sich aufgrund der zwei Displays eine Vielzahl von Einsatzszenarien finden lässt, dürfte der Erfolg in erster Linie vom neuen Microsoft-Betriebssystem abhängen. Wer aufgrund eines schlecht entwickelten Windows 10X Abstriche sowohl bei der Performance als auch bei der Bedienung des Surface Neo machen muss, der wird wohl eher zu einem normalen Notebook greifen. Auch beim Thema Haltbarkeit bleibt abzuwarten, wie das neue Surface Neo performen wird. Es wäre nicht das erste Mal, dass Microsoft bei Surface-Geräten mit Problemen wie einem aufgeblähten Akku zu kämpfen hat.