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Windows XP: Microsoft verdoppelt Support-Kosten für Unternehmen

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windows xpObwohl Microsoft den Support für Windows XP im April des letzten Jahres einstellte und das rund zwölf Jahre alte Betriebssystem seitdem nicht mehr mit kostenlosen Updates und Sicherheitspatches versorgt, wird die Software noch immer in zahlreichen Unternehmen eingesetzt, die sich dieses Privileg aber auch teuer bezahlen lassen. Aktuell sollen Unternehmen pro Windows-XP-Rechner jährlich 200 US-Dollar für die Sicherheitsupdates bezahlen. Für Unternehmen mit mehr als 1.250 solcher Rechner sind die Kosten allerdings gedeckelt, sie bezahlen aktuell maximal 250.000 US-Dollar pro Jahr. Wie die Kollegen von Computerworld.com berichten, soll Microsoft ab April kräftig an der Preisschraube drehen die Kosten verdoppeln.

Pro Rechner mit Windows XP und „Custom Support Agreement“ sollen Unternehmen ab April 2015 einen Preis von 400 US-Dollar bezahlen. Die Obergrenze wird der Meldung zufolge auf 500.000 US-Dollar angehoben. Da die Verträge immer nur jährlich abgeschlossen werden, dürfte der Preisanstieg demnächst einige Unternehmen treffen.

Ursprünglich war der Kulanzzeitraum für den erweiterten Support dazu gedacht, Unternehmen eine Chance zu geben, möglichst bald auf eine neuere Windows-Generation umzustellen. Nun erhöht Microsoft den Druck weiter, denn laut einer Umfrage sollen noch immer rund 45 Prozent der befragten 500 Technologie-Unternehmen auf Windows XP setzen.

Auch der Großteil der Geldautomaten läuft noch immer mit einer speziellen Embedded-Version von Windows XP.

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Kommentare (25)

#16
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Registriert seit: 16.01.2010

Bootsmann
Beiträge: 745
Zitat Daunti;23205759
Teilweise haben wir auch noch XP Rechner in der Schule, aber Hauptsache die neuen Rechner mit 16GB RAM ausstatten.
Die braucht man doch niemals


Leute die Behauptet eine bestimmte Menge an Speicher braucht niemand sind ganz vorn mit dabei, was die IT-Planung angeht.
Wenn ich heute entscheiden müsste, wieviel Ram ich in meinem ArbeitsRechner haben will würde ich nichts unter 16GB nehmen.
#17
Registriert seit: 01.05.2007

Korvettenkapitän
Beiträge: 2402
Zitat Berlinrider;23205701
Also wenn ein Großunternehmen generell im Patchlevel 2-3 Monate zurück hängt, gehört die IT gefeuert. Sicherheitsupdates müssen ohne Verzug erfolgen (wenn die entsprechenden Maschinen Internet-Zugang haben).


Nein!
Was nützt eine Maschine mit aktuellem Patchlevel, wenn die primär darauf eingesetzte Software wegen des Patches nicht mehr vernünftig funktioniert?
Dann kann man den Rechner schlicht stillegen und die Leute, die daran arbeiten sollen, in den Urlaub schicken oder gleich entlassen.

Und was XP angeht:
Wir haben in meiner Firma auch noch 3 PCs mit XP am laufen. Und das hat nur einen Grund:
Die Software, die auf 2en der PCs läuft, läuft nicht unter Windows 7 (nicht einmal unter Vista) und es gibt für diese Software keine neuere Version und auch keine Alternativsoftware.
Diese PCs haben aber keinen Internetzugang.
Eine Installation im XP-Mode von Windows 7 geht übrigens auch nicht, da die Software von einem Dongle geschützt ist, der nicht aus einer VM ansprechbar ist.
Und der 3. PC steuert eine Meßmaschine und hat Spezialhardware verbaut, für die es keine Windows 7-Treiber gibt.
Man könnte zwar auf Windows 7 updaten, aber dann müsste man auch die Meßmaschine mit austauschen, weil Maschine und die im PC verbaute Spezialhardware eine untrennbare Einheit bilden.
Und das sind mal schnell 500.000,- €, die man da verbrät.
Und da überlegt man sich mehrmals, ob man diese Investition ohne Not tätigt.
Bis vor 3 Jahren hatten wir übrigens eine andere Maschine im Einsatz, auf deren Steuer-PC noch Windows 95 lief!
Die Maschine wurde aber inzwischen ersatzlos ausgemustert, da der Verwendungszweck weggefallen ist.
#18
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Registriert seit: 23.01.2012
Dromund Kaas
Kapitän zur See
Beiträge: 3519
Zitat palme|kex`;23205870
Leute die Behauptet eine bestimmte Menge an Speicher braucht niemand sind ganz vorn mit dabei, was die IT-Planung angeht.
Wenn ich heute entscheiden müsste, wieviel Ram ich in meinem ArbeitsRechner haben will würde ich nichts unter 16GB nehmen.


In einem Schulrechner dessen höchste Belastung eine Windows 7 VM ist braucht man keine 16GB besonders wenn man nur nen 30€ Sandy verbaut.
Da hätte ne bessere CPU deutlich mehr gebracht.
#19
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Registriert seit: 21.03.2005

Ruhestand
Beiträge: 28954
Zitat passat3233;23205941
Nein!
Was nützt eine Maschine mit aktuellem Patchlevel, wenn die primär darauf eingesetzte Software wegen des Patches nicht mehr vernünftig funktioniert?
Dann kann man den Rechner schlicht stillegen und die Leute, die daran arbeiten sollen, in den Urlaub schicken oder gleich entlassen.

Du verwechselst da ziemlich sicher Feauture-Updates (wie ein SP) und Sicherheitsupdates. Aus einfachen Gründen:

1.) Keine deutsche Firma, die irgendein innovatives Produkt hat, kann es sich erlauben dauerhaft ungepatchte Maschinen im Netz zu haben. Eure Rechner wären mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dauerhaft verseucht. Das wäre dann noch teurer als der Urlaub der Mitarbeiter.
2.) Die Kosten für solche Tests sind horrende. Ich habe bei einer mittelgroßen Bank gearbeitet und durfte ein solches Testszenario für ein SP Update miterleben. Wir haben rund 300 Applikationen eingesetzt (was viel klingt, aber nicht so viel ist). Es musste Labore in rauen Mengen bereit gestellt werden um alles zu vertesten, Lizenzen und Mitarbeiter aus den Fachbereichen. Dazu ein Projektteam. Die Kosten waren im sieben stelligen Bereich und die Dauer samt Roll-Out rund ein Jahr. Und das macht ihr jeden Monat? Da ist es bedeutend billiger, wenn eine Applikation mal nicht funktioniert und man zurück rollen muss, was ich noch nicht (im großen Maße) erlebt habe. Java-Updates sind da schon zickiger. Das zurück rollen dauert nicht so lange. Im Worstcase betankt man die Maschine komplett neu. Das hat dann auch den charmanten Vorteil, dass die Mitarbeiter lernen, dass lokale Datensicherung eine dumme Idee ist.

Es mag sicher Szenarien geben, die so hochkritisch sind, dass alles vertestet werden muss. Solche Rechner stehen dann aber definitiv in abgesicherten Netzen und sind speziell gehärtet.
#20
Registriert seit: 21.02.2009

Oberbootsmann
Beiträge: 927
Das Doppelte ist noch zu wenig.... 6 Monate nach W10 würde ich XP komplett fallen lassen. Sollen die ewig Gestrigen doch sehen, wo sie bleiben - auch die in den Unternehmen. Wenn es für bestimmte Maschinen kein Softwareupdate der Spezialsoftware gibt, das unter dem aktuellen BS läuft, dann ist der Hersteller der speziellen Software gefragt und nich MS - so einfach ist das. MS stellt nur die Plattform und das die sich ändert, weiß jeder und jeder erfährt es auch rechtzeitig, wann die Neue kommt. Wenn Photoshop unter W8 nicht laufen würde, würde es auch keiner kaufen....
#21
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Registriert seit: 19.09.2006
Hamburg
ʇuɐuʇnǝluäʇıdɐʞ
Beiträge: 2188
Einen Prüfstand im Wert von mehreren Millionen € tauscht man nicht einfach mal, bloß weil es ein neues BS gibt. :haha:
Wir haben noch Rechner mit Win95 laufen und teilweise sogar noch mit 3.11, weil bestimmte Prüfstände und Messkarten nur damit laufen. Allerdings hängen diese Rechner auch nicht im Netz, also furzegal.
#22
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Fregattenkapitän
Beiträge: 3051
Zitat DeZomB;23205865
Kurz mal ein Einwurf aus unserem Labor:

An unserem Raster elektronen mikroskop und am Massenspektrometer stehen PCs mit Windows XP (zwar hinter dicker Firewall aber denoch).
So Geräte sind älter und nichtmehr im Aktuellen Softwareprogramm vom Hersteller (der macht nur noch Wartung).


Unsrem STM-Rechner wurde einfach das LAN-Kabel gekappt. Das angekündigte "interne" Netz des Uni-Rechenzentrums lässt auf sich warten (oder wurde klammheimlich gestrichen?), demnach bleibt die Kiste offline, mit allen Nachteilen in Sachen Datenaustausch und daher auch Datensicherung. Es muss halt erst mal krachen und Messdaten abhanden kommen, ehe sich darum gekümmert wird...OS-Upgrade ist wie von vielen beschrieben keine Option, daher wird XP dort Dauerzustand bleiben. Und das ist auch sicher nicht der einzige Rechner in der Uni, den das betrifft.
#23
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Zu Firmen/Behörden auf XP allgemein:

Da hat die IT der jeweiligen Firmen einfach gepennt. Es ist ja nicht so, dass das Supportende ganz plötzlich ohne Ankündigung da war sondern das war Jahre zuvor bekannt. Klar ist ein Umstieg ab einer gewissen Anzahl an Clients ein großes Projekt aber es gab zum Zeitpunkt des Supportendes auch schon fast fünf Jahre eine sehr gute Alternative in Form von Windows 7. Das gleiche passiert im übrigen aktuell mit Windows Server 2k3, wenn man sich mal in den IT-Landschaften umschaut was da teilweise noch an Altsystemen läuft ist der Wahnsinn. Der Support dieser Systeme endet aber auch dieses Jahr!
Sicher gibt es Systeme mit kritischen Alt-Applikationen die eben nur auf XP laufen aber das macht doch nur einen Bruchteil einer IT-Landschaft aus und mit solchen Systemen kann man entsprechend umgehen. Es bleibt einfach dabei, dass die IT gepennt hat und jetzt die Kosten dafür tragen muss.


Zu den Patchständen:
Es wäre schön wenn es in der Realität so wäre Berlinrider. Ich habe bereits Kunden kennengelernt die weit über die 3 Monate hinaus ihre Systeme nicht mit Security Patches versorgen. Da durchläuft jedes Update/Patch erstmal eine Test und eine QS Umgebung bevor es in den nächsten Patchzyklus für die Prodsysteme kommt. Die Gründe dafür sind aber meistens sehr politisch geprägt auch wenn es die IT gerne anders machen würde.
#24
Registriert seit: 30.04.2008
Civitas Tautensium, Agri Decumates
Oberbootsmann
Beiträge: 886
@sayer
IT ist bei allen Firmen der unbeliebteste Kostenblock in der Bilanz.
Und so fehlt es oft am Verständnis der Vorstands und an Personal und Budget für eine Umstellung.
#25
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Beiträge: 4959
Echt lustig was hier und auch außerhalb des Forums die möchtegern Admins vom Stapel lassen.
Man geht ja grundsätzlich davon aus. dass die Entscheidungsträger beim Bund und den Ländern nur Vollpfosten sind.
Dort werden die Entscheidungen ein veraltetes OS weiter zu nutzen nur aus Bequemlichkeit und Boshaftigkeit dem Nutzer und Steuerzahler gegenüber getroffen.

Keine Ahnung wieso diese Sichtweise so verbreitet ist.

Ich wünsche jedem dieser IT Fachmänner einmal eine Situation in der man mit einem Begrenztem Haushalt, teils recht alter Hardware, Software die nur unter einem bestimmten OS läuft und Menschen /vermeintliche Fachleute, die meinen eine Migration von mehr als 100k Systemen sei in 1-2 Wochen erledigt.

Wenn Admins in IT Umgebungen von 300-500 Systemen schon Evaluierungsphasen von 2-3 Monaten haben nur um einen Virenscanner zu tauschen, wie soll es dann bei solchen Enterprisenetzwerken ablaufen?
Da kann ein lückenloser Test schon einmal so lange dauern wie die Lebenszeit einer Softwareversion.

Aber hey... Schimpfen wir doch lieber weiter über die Verschwendung von Steuergeldern und die Unfähigkeit aller IT Experten die nicht wir selbst sind. Ist ja auch viel einfacher als sich mit den Problemen wirklich auseinander zu setzen.

@ sayer
Das viele Unternehmen und auch die "Öffentlichen" gerne einmal verpennen rechtzeitig zu reagieren ist absolut richtig. Besonders wenn es keinen besonderen Grund gibt, sich nicht rechtzeitig damit auseinander zu setzen.
Geschäftsführer die mit Aussagen kommen wie: "wieso sollte ich in neue Hard/Software investieren, die ist doch erst 8 Jahre alt, meine Mitarbeiter tausche ich ja auch nicht alle 8 Jahre..." bekommt man oft zu hören. Denen wünsche ich dann auch, dass man den Karren vor die Wand fährt...

Wenn ein Krankenhaus jedoch abwägen muss, ihren Röntgen System auf XP Basis mit ungepatchtem Java zu nutzen oder es auf Win 7 zu migrieren um es dann nicht mehr nutzen zu können, ist die Entscheidung in meinen Augen recht einfach :)
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