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Gemini 3.6 Flash

17 % weniger Token, 3.5 Pro weiter im Test

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17 % weniger Token, 3.5 Pro weiter im Test
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Nachdem OpenAI ChatGPT-5.6 und Anthropic Claude Fable 5 ausgerollt hatten und mit Kimi K3 und Qwen 3.8 zwei neue chinesische KI-Modelle veröffentlicht wurden, hat am Dienstagabend auch Google seine Gemini-Familie um drei Modelle erweitert. Die sollen teilweise deutlich weniger Ausgabetoken benötigen und obendrein etwas günstiger sein. Das leistungsstärkste Modell des Unternehmens bleibt vorerst jedoch weiterhin in der Testphase.

Gemini 3.6 Flash ist als Arbeitsmodell für Coding, Wissensarbeit, multimodale Aufgaben und agentische Abläufe gedacht. Im Vergleich zum direkten Vorgängermodell soll die neue Generation etwa 17 % tokensparsamer und zugleich günstiger sein. Google nennt einen Preis von 1,50 US-Dollar pro eine Million Input-Token und 7,50 US-Dollar pro eine Million Output-Token, womit primär agentische Aufgaben deutlich günstiger werden sollen. In Googles ausgewählten Vergleichstests erreicht das Modell bei DeepSWE 49 statt 37 %, bei MLE Bench 63,9 statt 49,7 % und bei OSWorld-Verified 83,0 statt 78,4 %.

Gemini 3.5 Flash-Lite zielt dagegen auf hohe Anfragevolumen und eine nochmals niedrigere Latenz ab. Das Modell soll laut Artificial Analysis 350 Output-Tokens pro Sekunde erzeugen und kostet lediglich 0,30 US-Dollar pro ein Million Input-Tokens sowie 2,50 US-Dollar pro eine Million Output-Token. Google nennt unter anderem 54 statt 31 % bei Terminal-Bench 2.1 gegenüber Gemini 3.1 Flash-Lite. 

Als dritte Variante führt Google Gemini 3.5 Flash Cyber ein. Das auf Sicherheitsaufgaben spezialisierte Modell soll zusammen mit dem CodeMender-Agenten Schwachstellen finden, prüfen und beheben. Wegen des möglichen Missbrauchs bleibt es zunächst Regierungen und ausgewählten Partnern in einem begrenzten Pilotprogramm vorbehalten. Einen öffentlichen Preis nennt Google nicht.

Auf Gemini 3.5 Pro wartet man dagegen noch immer. Eigenen Angaben zufolge will man das Modell weiterhin mit ausgewählten Partnern testen und es so bald wie möglich öffentlich ausrollen. Einen möglichen Starttermin nennt Google in der Ankündigung allerdings nicht. Laut Bloomberg soll der Konzern mehrere Monate hinter dem ursprünglichen Zeitplan liegen, weil die Programmierleistung interne Ziele verfehlt haben soll. Die Frontiermodelle der Konkurrenz sollen deutlich leistungsstärker sein. 

Gemini 3.6 Flash und Gemini 3.5 Flash-Lite sind jedenfalls ab sofort über die Gemini API, Google AI Studio und Android Studio verfügbar. Gemini 3.6 Flash kommt zusätzlich in Google Antigravity, die Enterprise-Plattform und die Gemini-App. Flash-Lite wird schrittweise in der Google-Suche ausgerollt. Gemini 3.5 Flash Cyber soll erst später im begrenzten CodeMender-Pilotprogramm starten.

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