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Mit Preisen von 7,99 bis 219,99 Euro pro Monat ordnet Google seine kostenpflichtigen Gemini-Abos neu und nähert sich teilweise an die Konkurrenz von OpenAI und Anthropic an. Der Einstieg wird günstiger, das obere Ende bleibt jedoch teuer und dazwischen entsteht eine zusätzliche Ultra-Stufe. Viel wichtiger noch: Google ändert zudem die interne Abrechnung und rückt vom simplen Zählen einzelner Anfragen ab und gewichtet stärker, wie viel Rechenleistung eine Aufgabe tatsächlich verbraucht.
Der neue Einstieg in die KI-Welt des einstigen Suchmaschinenriesen heißt künftig AI Plus und kostet 7,99 Euro pro Monat. Darüber bleibt AI Pro für 19,99 Euro monatlich. Neu ist AI Ultra für 99,99 Euro im Monat, gedacht für Nutzer, die Gemini nicht nur als Chatfenster öffnen, sondern damit Code prüfen, längere Analysen laufen lassen oder Medienfunktionen nutzen möchten. Ganz oben bleibt eine größere Ultra-Variante, die von rund 275 auf 219,99 Euro pro Monat sinkt. Damit liegt Googles teuerstes Paket weiter in der Region von ChatGPT Pro oder Claude Max.
Im Gegensatz zur Konkurrenz packt Google aber auch weitere seiner Dienstleistungen mit in die Pakete. Beim neuen Ultra-Tarif gehören unter anderem höhere Limits, bevorzugter Zugang zu Antigravity, satte 20 TB Cloud-Speicher und ein Einzelabo für YouTube Premium mit dazu. Gemini Spark, ein Agent für Aufgaben über mehrere Google-Dienste hinweg, soll zunächst ebenfalls an Ultra gebunden sein. Die neue Tariflogik zeigt, wo KI für Anbieter teuer wird. Eine kurze Textfrage erfordert kaum Leistung, ein langer Chat mit großem Kontextfenster oder eine Code-Aufgabe bis hin zu einem vollständig generierten Video fressen dagegen erheblich mehr. Genau diese Unterschiede beabsichtigt Google künftig stärker in die Limits einzubauen.
Google trennt damit klarer zwischen gelegentlicher KI-Nutzung und der intensiveren Nutzung mit erhöhtem Rechenbedarf. Plus und Pro decken den Alltag ab, Ultra soll Entwickler, technische Teams und Power-User ansprechen. Der Konzern kann dabei stärker auf sein eigenes Ökosystem setzen als viele Konkurrenten: Gemini hängt an Google Drive, YouTube, Entwicklerwerkzeugen und künftig stärker an Agentenfunktionen.