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Montagsmaler bei Google: Ihr malt und die künstliche Intelligenz rät

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Wie viele große Unternehmen arbeitet Google an der künstlichen Intelligenz und weitet das Einsatzfeld dafür immer weiter aus. Nachdem der Mensch in Spielen wie Schach und Go bereits besiegt ist, nimmt sich die AI-Abteilung Herausforderungen wie Starcraft 2 vor. Durch maschinelles Lernen und Deep-Learning-Netzwerke sollen aber auch Systeme wie Google-Translate immer weiter verbessert werden. Für Übersetzungen aus und in die chinesische Sprache ist die Technik bereits im Einsatz.

Mit Quick, Draw! will Google seine Algorithmen nun auch spielerisch weiterentwickeln. Unbewusst helfen Nutzer im Internet schon lange die Erkennung und die AI zu verbessern. Wer beispielsweise schon einmal ein Captcha von Google gesehen hat und dabei aufgefordert wurde, aus einer Auswahl von Bildern bestimmte Objekte zu erkennen um nachzuweisen, dass man ein menschlicher Nutzer ist, hilft Google bei der Erkennung der Objekte auf den Bildern.

Google Quick, Draw!
Google Quick, Draw!

Quick, Draw! geht noch einen Schritt weiter. Es handelt sich dabei um eine Art Spiel, in dem der Nutzer einen Begriff innerhalb von 20 s malen muss und Google im Hintergrund versucht das Objekt zu erraten. Ein neuronales Netzwerk analysiert das durch den Nutzer gemalte und versucht schnellstmöglich das Objekt zu erkennen. Da jeder Mensch ein Fahrrad oder ein Tier anders malt, lernt Google damit die unterschiedlichsten Darstellungen und Vorstellungen eines Objektes.

Google verwendet sehr unterschiedliche Technologie bei der Entwicklung von künstlichen Intelligenzen. Dies ist auch abhängig vom jeweiligen Einsatzzweck. Auf einer Technikseite für die AI-Experimente führt Google einige der verwendeten Technologien auf und gibt auch einige Hintergrundinformationen bekannt. Als Hardware kommt dabei die bereits eingesetzte Tensor Processing Unit (TPU) zum Einsatz. Dabei handelt es sich um einen Custom-ASIC (Application Specific Integrated Circuit), der speziell auf das Machine Learning mittels TensorFlow zugeschnitten ist. Diese kommt bereits bei Deep-Learning-Netzwerken von DeepMind zum Einsatz, die z.B. in Go bereits die menschlichen Gegner besiegt haben.

Entwickelt wird Quick, Draw! von Jonas Jongejan, Henry Rowley, Takashi Kawashima, Jongmin Kim, Nick Fox-Gieg unter Mithilfe des Google Creative Lab und Data Arts Team. Ihr wollt es einmal selbst versuchen, dann viel Spaß mit Quick, Draw!