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Google startet YouTube Music in den USA

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youtube redSchon seit vielen Jahren wurde immer wieder über einen eigenen Musik-Streaming-Dienst über Googles Videoplattform spekuliert. Nachdem man im November 2014 mit YouTube Music Key einen kostenpflichtigen Abo-Service für Musik startete, hat man das Angebot nun weiter ausgebaut und mit YouTube Music eine eigene App für Android- und iOS-Geräte zur Verfügung gestellt.

Darüber können Nutzer nicht nur auf den vollständigen Katalog von Music Key, sondern vor allem auch auf zahlreiche Musikvideos zugreifen. Damit ist YouTube Music im Grunde nichts Neues und eigentlich nur ein gefiltertes Angebot von YouTube. Angeboten werden aber auch Mittschnitte von Live-Konzerten. Vorerst stehen die Apps allerdings nur für Nutzer aus den USA zur Verfügung.

Ist die Wiedergabe einmal gestartet, sucht sich die App weitere passende Musikstücke und reiht diese in der aktuellen Wiedergabeliste ein. Zudem gibt es zahlreiche vorgefertigte Playlisten, mit denen die Nutzer neue, auf ihren Musikgeschmack zugeschnittene Songs entdecken können sollen. Auch wird es täglich neue Toplisten geben. Musikvideos werden mit allen wichtigen Meta-Informationen prominent dargestellt und können ebenfalls über YouTube Music gestreamt werden. Der Dienst lässt sich kostenfrei, dafür werbefinanziert nutzen, Google schränkt das Angebot für Gratis-Nutzer nicht ein. Langfristig aber sollen sich möglichst viele Anwender für ein YouTube-Red-Abonnement entscheiden, welches man erst kürzlich startete und monatlich mit etwa 10 US-Dollar zu Buche schlägt.

Das Abonnement lässt sich dann auch auf YouTube Music übertragen, womit das Streaming-Angebot ohne Werbeunterbrechungen genutzt werden kann. Abonnenten wird zudem eine Offline-Wiedergabe sowie ein Abspielen der Musik im Hintergrund ermöglicht. Sowohl die YouTube-Music-App wie auch YouTube Red sind derzeit in Deutschland nicht erhältlich. Ob man beide Angebote irgendwann hierzulande anbieten wird, bleibt abzuwarten – der jahrelange Streit mit der Verwertungsgesellschaft GEMA dürfte den Start zumindest im Falle von YouTube Music nicht gerade beschleunigen.

Erst kürzlich hatte die Plattform mit YouTube Gaming ein eigenes Angebot für Gamer kreiert. Mit YouTube Music wird nun eine weitere Zielgruppe eigenständig bedient.