Steam Broadcasting: Valve greift Twitch an

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steamNicht zuletzt wegen der beliebten „Let’s Play“-Videos ist das Zusehen beim Spielen anderer Spieler voll im Trend. Das hat nun auch Valve erkannt und eine Broadcasting-Funktion in Steam eingebaut. Damit greift man etablierte Größen wie die Plattform Twitch an, die Amazon im August für knapp eine Milliarde US-Dollar aufgekauft hatte. Vorerst aber ist die neue Broadcasting-Funktion nur in der aktuellen Beta-Version des Steam-Clienten verfügbar. Wann alle Steam-Nutzer ohne Umwege auf das neue Feature zugreifen können, ließ Valve offen.

Nutzer, die die Broadcasting-Funktion schon jetzt ausprobieren und ihren Freunden beim Spielen zusehen möchten, müssen dafür die neuste Beta-Version des Clienten herunterladen. In den Account-Einstellungen von Steam muss hierfür lediglich die Option „Steam Beta Update“ ausgewählt werden. Bei der nächsten Suche nach Updates wird die neuste Betaversion automatisch heruntergeladen und installiert. Ist die Beta installiert, kann der Nutzer entscheiden, welchem Publikum er seinen Stream bereitstellen möchte. In den Privatsphäre-Einstellungen kann dieses auf Freunde beschränkt, die optional nur auf Einladung bzw. Anfrage teilnehmen dürfen, oder für alle Steam-Nutzer freigegeben werden. Standardmäßig können lediglich Freunde eine Anfrage senden, um den Stream zu empfangen.

Gestreamt werden alle Spielinhalte, alternativ kann jedoch der gesamte Desktop übertragen werden. Eine Aufzeichnung des Streams ist derzeit allerdings noch nicht möglich, über ein Chat-Fenster können sich die Zuschauer unterhalten. Um einem Freund beim Spielen zusehen zu können, muss lediglich dessen Profil in der Freundesliste von Steam ausgewählt und im Dropdown-Menü auf „Watch Game“ geklickt werden. Danach öffnet sich ein neues Fenster. Für alle weltweiten Streams steht eine neue Unterseite zur Verfügung. Jedoch müssen natürlich beide Seiten die neuste Betaversion von Steam installiert haben.

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Steam Broadcasting ist in die Betaphase gestartet.

Da sich die Broadcasting-Funktion von Steam noch in der Betaphase befindet, stehen derzeit nur begrenzte Kapazitäten zur Verfügung. Laut Valve kann es deswegen noch zu Performance-Einbrüchen und Fehlern beim Verbindungsaufbau kommen.