> > > > Facebook stellt anonymen Chat-Service Rooms vor

Facebook stellt anonymen Chat-Service Rooms vor

Veröffentlicht am: von

facebook-roomsMit Rooms hat Facebook einen Chat-Service vorgestellt, der mobile Chat- und Diskussions-Räume für Nutzer zur Verfügung stellen soll, die anonym blieben wollen. Die Idee dahinter stammt aus den eigenen Facebook Creative Labs. In Rooms können Nutzer ohne Nennung ihres Namens eigene Chat-Räume anlegen und ebenso anonyme Personen in diese Einladen. Der Nutzer soll dabei jederzeit die Kontrolle über die teilnehmenden Personen haben. Innerhalb dieser Chaträume können Texte, Bilder und Videos verschickt werden. Sollen neue Nutzer hinzukommen dürfen, dient ein QR-Code als Einladung.

{jphoto image=65165}

Facebook sieht sich bei der Entwicklung von Rooms durch frühe Internet-Services wie Usenet-Newsgroups inspiriert ("Inspired by both the ethos of these early web communities and the capabilities of modern smartphones ..."). Es geht laut Facebook aber nicht nur darum unter sich zu bleiben, sondern auch um Erfahrungen und Erlebnisse mit anderen Personen zu teilen. Gruppen für Beat-Boxing-Videos oder Räume mit Namen "Kicks From Above" in denen Fotos von schicken Schuhen an außergewöhnlichen Plätzen geteilt werden, bestehen bereits seit der frühen Testphase von Rooms. Die erstellten Räume sollen sich in zahlreichen Bereichen anpassen lassen. Von der Beschreibung über ein Cover-Foto bis hin zu Verwendung von Emojis oder aber der Anpassung von Nutzer-Rechten. Ebenfalls möglich ist die Freigabe von Inhalten der Links in das offene Web.

Mehrfach betont Facebook, dass es auch um eine mögliche Anonymität des Nutzers geht. Zwar sei es auch möglich, den richtigen Namen zu verwenden, allerdings könne man dies auch abhängig vom Thema machen. So sei die Verwendung des richtigen Namens in weniger persönlichen Räumen denkbar - geht es jedoch tiefer in den privaten Bereich, spricht nichts gegen die Verwendung eines anderen Nicknames. Wie anonym die Verwendung von Rooms allerdings auf Seiten des Anbieters, also Facebook ist, muss sich erst noch zeigen.

Offen ist noch die Frage, wie genau sich Facebook mit Rooms von anderen, teils eigenen Services absetzen will. Die Anonymität ist sicherlich ein Hauptargument für die Nutzung von Rooms, schließlich gilt für Facebook selbst die Klarnamenspflicht. Wie sich die eigenen Zukäufe in Form von Instagram und WhatsApp in diesem Gebilde verhalten sollen, steht aber noch in den Sternen. Für Facebook wäre es auch denkbar, dass Rooms nur als Testballon angesehen wird, dessen Erkenntnisse später in andere Programme einfließen.

Die dazugehörige Rooms-App für iOS steht aktuell nur im US-Amerikanischen und Britischen App Store kostenlos zum Download bereit.

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (4)

#1
customavatars/avatar92992_1.gif
Registriert seit: 10.06.2008
zuhause
Admiral
Beiträge: 11318
Hm
Solange das ganze nur aus Facebook heraus funktioniert ist die Frage wie anonym das wirklich ist. Facebook kann auf jeden Fall jeden Nutzer identifizieren.
Entweder ist das initiiert von der NSA um Leute dazu zu animieren, das ganze wirklich für sicher und anonym zu halten - oder das ganze verkommt schnell zur Schmuddelecke von Facebook. Quasi craigslist in Echtzeit =)
#2
customavatars/avatar121197_1.gif
Registriert seit: 11.10.2009
Franken
Oberbootsmann
Beiträge: 914
Die Anonymität gilt für uns User. Im Room weiß ich nicht, wer du bist.
#3
customavatars/avatar92992_1.gif
Registriert seit: 10.06.2008
zuhause
Admiral
Beiträge: 11318
Ist das jetzt ne eigenständige App ?! Ich checks nicht.
#4
customavatars/avatar3377_1.gif
Registriert seit: 15.11.2002
www.twitter.com/aschilling
[printed]-Redakteur
Tweety
Beiträge: 30743
Zitat Hardwarekäufer;22786501
Ist das jetzt ne eigenständige App ?! Ich checks nicht.


Ja, ist eine eigenständig App für iOS.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Filmstudios erwirken Einstellung umstrittener aber beliebter Add-Ons für Kodi

Logo von IMAGES/STORIES/2017/KODI_LOGO

Die Multimedia-Software Kodi ist bei vielen Nutzern beliebt: Sie steht für unzählige TV-Boxen wie die NVIDIA Shield Android TV zur Verfügung und erlaubt es, sowohl lokale Medienbibliotheken zu verwalten als auch mit der Cloud oder sogar externen Streaming-Angeboten zu arbeiten. Letzteres ist... [mehr]

Stabilitätstest: CPU-ID PowerMax lastet CPU und GPU vollständig aus

Logo von IMAGES/STORIES/2017/CPUID

Die Macher von CPU-Z, einer Software zur Anzeige aller wichtigen Informationen des Prozessors, haben ein Tool vorgestellt, welches dem Testen der Stabilität dienen soll. PowerMax wird für Windows in einer 32- und 64-Bit-Version angeboten und soll GPU und CPU gleichzeitig vollständig auslasten... [mehr]

Netflix: Neues Ultra-Abo für 19,99 Euro im Monat (Update)

Logo von IMAGES/STORIES/2017/NETFLIX_100

Kunden des Videostreaming-Dienstes Netflix können künftig wohl aus vier verschiedenen Abo-Modellen auswählen. Bislang standen mit „Basis“, „Standard“ und „Premium“ lediglich drei verschiedene Pakete zur Auswahl. Das neue „Ultra“-Paket wird vermutlich 19,99 Euro im Monat kosten... [mehr]

Unity 2018 skaliert von Low-End bis fotorealistisch

Logo von IMAGES/STORIES/2017/UNITY

Unity hat in der aktuellen Version der gleichnamigen Programmierplattform, der 2018.1 Public Beta, zahlreiche neue Funktionen eingeführt, welche in Unity programmierte Projekte auf der einen Seite leicht skalierbar und damit auch auf schwächeren Systemen und Plattformen lauffähig machen,... [mehr]

Fragmentierung: Steam verliert zunehmend große Blockbuster-Titel

Logo von IMAGES/STORIES/2017/STEAM

Lange Zeit war Steam die digitale Vertriebsplattform für PC-Spiele schlechthin, in der man als Kunde einen Großteil seiner gekauften Spieletitel zentral in einer einzigen Bibliothek aufbewahren und zu jeder Zeit erneut herunterladen konnte. Doch die Plattform kränkelt und scheint ihre einstige... [mehr]

Office 2019: Windows 10 wird vorausgesetzt

Logo von IMAGES/STORIES/2017/MICROSOFT_2

Microsoft hält sich mit Informationen rund um Office 2019 weiterhin sehr zurück. Jedoch gab der Softwareriese nun bekannt, dass für die Nutzung des kommenden Office-Pakets zwingend das hauseigene Betriebssystem Windows 10 vorausgesetzt wird. Somit werden Nutzer von Windows 8.1 und älter... [mehr]