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Adobe veröffentlicht Photoshop für Chromebooks und Chrome

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adobeIm Bildungssektor verzeichnet Google mit seinen Chromebooks große Erfolge, außerhalb von Schulen und Unis sind die günstigen Notebooks aber auch in den USA eher selten anzutreffen. Ein möglicher Grund hierfür: Es gibt kaum Software, die auf den Geräten genutzt werden kann. Lediglich die Google-Dienste sowie Erweiterungen für Chrome OS - vergleichbar mit Chrome-Plugins - stehen zur Verfügung.

Nun aber startet Adobe den ersten ernsthaften Versuch, Chromebooks und eine bekannte Windows-Anwendung in Form von Photoshop einander näher zu bringen. Dabei handelt es sich um einen vollwertigen Ableger des bekannten Bildbearbeitungsprogramms, der jedoch an die Anforderungen der Plattform angepasst wurde. Dies betrifft in erster Linie die Darreichsungsform. Denn wesentliche Teile der Software werden in Googles Cloud-Speicher Drive abgelegt und per Stream zur Verfügung gestellt, auf dem Gerät selbst werden nur wenige Daten gesichert - auch, weil Speicherplatz auf Chromebooks nur in geringem Maß vorhanden ist.

Dass es sich derzeit noch um einen Test handelt, zeigt aber nicht nur der Projektname (Project Photoshop Streaming), sondern auch die Zahl der aktuellen Einschränkungen. So muss beispielsweise nach einer Unterbrechung der Internet-Verbindung ein Neustart des Programms durchgeführt werden, ebenso lassen sich Drucker und Scanner nicht nutzen. Zumindest vorerst dürfte jedoch ein anderer Punkt weitaus mehr stören. Denn die GPU kann vom Programm nicht zur Entlastung der CPU genutzt werden, damit verbunden ist auch der Verzicht auf einige Funktionen - eine Liste mit allen Punkten hat Adobe auf seiner Homepage bereitgestellt.

Letztlich lässt sich Project Photoshop Streaming derzeit aber nur von Bildungskunden testen, die über ein Abonnement für die Creative Cloud verfügen. Zeitgleich steht diesen aber auch die Möglichkeit offen, das Programm nicht nur auf Chromebooks, sondern auch im Chrome-Browser zu nutzen - allerdings nur in der Windows-Variante.

Hinsichtlich der Systemanforderungen zeigt sich die Streaming-Fassung deutlich genügsamer als sein Desktop-Pendant. Chromebooks sollten nicht älter als zwei Jahre sein, was die verschiedensten Konfigurationen abdeckt, die zuletzt vorgestellte Modelle mit leistungsstarken Tegra-K1- und Celeron-Chips dürften aber im Vorteil sein. Etwas präziser formuliert sind hingegen die Anforderungen an den Einsatz in Chrome auf Windows-PCs. Hier muss mindestens Windows 7 vorhanden sein, mit 512 MB RAM, 350 MB HDD- oder SSD-Speicher sowie einem Pentium 4 oder neuer dürften aber ebenfalls viele Systeme in Frage kommen.

Ausgelegt ist das Streaming-Projekt zunächst auf sechs Monate. Ob es innerhalb dieses Zeitraums größere Updates geben wird oder auch andere Kundenkreise Zugriff erhalten sollen, verrät Adobe derzeit nicht.

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