> > > > Deutsche Telekom bietet verschlüsselte Telefonie per App an

Deutsche Telekom bietet verschlüsselte Telefonie per App an

Veröffentlicht am: von

telekom2Mit einer auf Sicherheit bedachten Applikation bringt die Deutsche Telekom einen Service auf den Markt, der es ermöglicht sichere Textnachrichten zu versenden sowie abhörsicher zu telefonieren. Dazu setzt das Unternehmen auf eine Verschlüsselung die von dem Berliner Unternehmen GSMK stammt. Um die Telefonate abzusichern wird auf jedem Gerät vor dem Anruf ein Schlüssel generiert, der nach dem Gespräch seine Gültigkeit verliert. Auch bleiben alle Daten zu jederzeit lokal auf dem Gerät, sodass weder die Telekom noch eventuelle Angreifer auf die Serverarchitektur der Telekom wissen was auf den Geräten vor sich geht. Für die Sprachtelefonie wird eine eigene VoIP-Lösung verwendet die bei jedem Netzanbieter auf der Welt funktionieren soll. Das laut der Telekom auch, wenn der Netzanbieter VoIP komplett sperrt oder drosselt. Die Applikation benötigt dafür 4,8 kbit/s (netto) an Bandbreite. So soll man auch in 2G-Netzen (sprich GSM bzw. Edge) zufriedenstellend telefonieren können. Die Telefonie über WLAN sowie Satelliten wird auch unterstützt. Als Verschlüsselungsalgorithmus wird das laut der Telekom stärkste Verfahren am Markt genutzt. Welches dieses ist wird allerdings in der Pressemitteilung nicht preisgegeben.

Um Zugang zu der App zu erhalten muss der Anwender vor jedem Start ein Passwort eingeben, sodass auch hier eine gewisse Sicherheit geboten werden soll. Der Telekom nach eignet sich das Programm hervorragend für Besprechungen bei beispielsweise Unternehmensübernahmen oder Fusionen, Forschung und Entwicklung sowie andere Anwendungsfelder. Zunächst wird der Service Unternehmen angeboten, wobei dieser dann 15 bis 20 Euro pro Endgerät kosten wird.

Die Applikation wird für Apples iOS sowie Googles Android verfügbar sein. Microsofts Windows Phone soll laut der Telekom bald folgen.

 

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (6)

#1
customavatars/avatar53249_1.gif
Registriert seit: 08.12.2006

Kapitänleutnant
Beiträge: 1579
Jetzt müssen nur noch die AGBs der Provider entsprechend angepasst werden, damit VoIP über das Mobilfunknetz genutzt werden kann. Gibt ja immerhin gute und schlechte Bytes.
#2
Registriert seit: 30.06.2004

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 395
Soso, alle Daten bleiben die ganze Zeit auf dem Gerät...und wie soll man dann telephonieren, wenn keine Daten übertragen werden?
#3
customavatars/avatar165500_1.gif
Registriert seit: 25.11.2011

[online]-Redakteur
Beiträge: 1404
Daten wie Adressbuch, Schlüssel für die Verschlüsselung usw.
#4
customavatars/avatar17977_1.gif
Registriert seit: 16.01.2005
HH\Wandsbek\Hinschenfelde
Korvettenkapitän
Beiträge: 2542
Also als jemand der den Kram mal gelernt hat, kann ich nur sagen, das geht nur mit einem Satelliten Telefon, denn die Telekom kann ja sehen wie das Handy sich in die Zelle wählt, der Wahlvorgang also die Nummer ist auch Sichtbar, so kann man also sehen wer wann und wie lange angerufen wurde. Die Möglichkeiten ein Gespräch abzuhören sind vielfältig und als Unternehmen würde ich eher auf eine gescheite end-zu-end Verschlüssellung setzen mit einem eignen Intranet, als auf so einen Murks der Telekom. Fazit: Das Gespräch ist mit Keyloggern etc weiterhin abhörbar, ebenso weiß der Provider und damit der BND wann man wen und wie lange angerufen hat. Alles irgendwie schöner beschrieben als die Funktion nützlich ist. Geldmacherei, mehr nicht.

Hier wird es eigentlich sehr gut erklärt, warum so eine App nur Schein ist.
Cryptophon
#5
Registriert seit: 28.01.2012

Obergefreiter
Beiträge: 119
@Unrockstar:

Ich bezweifle, dass deine Aussage so korrekt ist:

1. Es handelt sich nicht hier um leitungsvermittelten Verkehr sondern paketorientierten Verkehr...

2. Wenn die Pakete verschlüsselt übertragen werden, sieht man lediglich die IP des Handys und die IP des VoIP-Servers, das hilft dir rein gar nichts, um den anderen Teilnehmer zu ermitteln, man weiß lediglich, dass das abgehörte Handy derzeit verschlüsselte Daten an eine IP im Internet(oder Telekom internen VoIP-Server schickt)

3. Keylogger bringt dir auch nichts, dann kennst du lediglich das Passwort für die App, das hilft dir noch lange nicht den Key der Verschlüsselung zu knacken...

4. So wie ich das verstanden habe, ist das eine End-To-End-Verschlüsselung, weil der Key auf dem Smartphone selber generiert/ausgehandelt wird

Mein Fazit: Wenn die das über Interne VoIP-Server leiten, die man als normaler Nutzer nicht erreichen/ansprechen kann, dann ist das ein geiles System

LG, Yulivee
#6
customavatars/avatar64442_1.gif
Registriert seit: 22.05.2007
Asgard und Berlin
Der Dahar-Meister!
Beiträge: 2078
Verstehe nicht wieso WP erst mal wieder außen vor ist.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Unreal Engine 4: So realistisch geht virtueller Wald

Logo von IMAGES/STORIES/2017/UNREAL-ENGINE4

Die Entwickler von MAWI United, ein CG- und VR-Studio, welches hauptsächlich Animationen und Effekte für Filme, Serien, Trailer, Videospiele und Werbeclips erstellt, zeigt einige Beispiele, wie man mithilfe der Unreal Engine 4 einen spektakulären Wald erstellen kann. MAWI United bietet die... [mehr]

Spotify Premium Family: Streaming-Anbieter schaut bei Familien-Konten jetzt...

Logo von IMAGES/STORIES/2017/SPOTIFY

Die Praxis ist bekannt: Ein Kunde abonniert einen Streaming-Dienst wie Amazon Prime, Netflix oder auch Spotify und andere Personen nutzen das Abonnement dann mit. So vorgesehen ist das durch die Streaming-Anbieter natürlich nicht, wird in der Praxis aktuell aber zumeist geduldet. Ein Ende... [mehr]

Kodi muss international verstärkt gegen Patent-Trolle vorgehen

Logo von IMAGES/STORIES/2017/KODI_LOGO

Kodi ist eine Open-Source-Software, die sich schon seit Jahren enormer Beliebtheit erfreut: Die Multimedia-Software ist extrem vielseitig, erweiterbar und kostenlos. Viele Anwender nutzen Kodi, um umfangreiche Musik- und Videosammlungen zu verwalten. Dabei müssen die Entwickler der freien... [mehr]

Valve arbeitet womöglich an neuer Benutzeroberfläche für Steam

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2013/STEAM

Valve scheint im Hintergrund an einer neuen Benutzeroberfläche für seine digitale Spielevertriebsplattform Steam zu arbeiten. Das lassen zumindest zwei Bilder vermuten, die im Code eines Beta-Updates entdeckt, inzwischen aber von Valve schon wieder entfernt wurden. Auf Github sind die beiden... [mehr]

Dropbox sorgt für Ärger: Vermeintlich gelöschte Daten tauchen nach Jahren...

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2017/DROPBOX

An sich hört sich das nach einer feinen Sache an: Bei Cloud-Speicherdiensten wie Dropbox kann man seine Daten online speichern und so auch langfristig archivieren. Auf diese Weise lassen sich auch Daten sichern, die möglicherweise bei einer defekten Festplatte für immer verloren wären.... [mehr]

Google Chrome erreicht Meilenstein von zwei Milliarden aktiven Nutzern

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2013/CHROME-LOGO

Google bzw. dessen Vizepräsident für das Chrome-Produktmanagement, Rahul Roy-Chowdhury, hat einen neuen Meilenstein für den Browser Chrome vermeldet: Mittlerweile nutzen ca. zwei Milliarden Nutzer Chrome aktiv. Diese Zahl meint plattformübergreifend Chrome an sowohl Windows-PCs, Geräten mit... [mehr]