Großbritannien plant Supercomputer mit 11.696 EPYC-Prozessoren

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archer-hpcIn Großbritannien wurde die Planung zu einem Supercomputer an der Universität von Edinburgh vorgestellt, der auf die EPYC-Prozessoren der zweiten Generation von AMD setzen soll und ARCHER2 heißen wird. Mit 11.696 Prozessoren kann AMD damit ein weiteres Großsystem für sich verbuchen und alleine die Rechenleistung der Prozessoren reicht aus, um in die aktuelle Top10 der Supercomputer zu gelangen.

Fertiger des Supercomputers ist einmal mehr Cray. Es kommen 23 Shasta Cabintes zum Einsatz, in denen sich 5.848 Nodes mit jeweils zwei Prozessoren befinden. Ingesamt kommen wir so auf die 11.696 EPYC-Prozessoren mit jeweils 64 Kernen. Den Prozessoren stehen 1,57 PB an Arbeitsspeicher zur Verfügung. Weiterhin vorhanden sind 14,5 PB an Lustre Work Storage in vier Filesystemen sowie 1,1 PB an Flash-Pufferspeicher sowie weiterer Massenspeicher in Bereich von mehreren Petabyte.

Zwischen den Nodes kommt der Slingshot-Interconnect zum Einsatz, der mit 100 GBit/s arbeitet. Vier Nodes sollen im kommenden Jahr mit jeweils 16 Radeon-Instinct-Beschleunigern der nächsten Generation bestückt sein. Zur entsprechenden Hardware ist aber noch nichts bekannt. Aufgrund der aktuellem Auslegung der GPU-Beschleuniger und der Anzahl ist davon auszugehen, dass die Radeon-Instinct-Beschleuniger im AI-Bereich bzw. für geringe Genauigkeiten ausgelegt sind.

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Der ARCHER2 wird von der britischen Regierung mit 79 Millionen Britischen Pfund unterstützt. Ob dies die gesamte Investitionssumme für den Supercomputer ist, ist nicht bekannt. Die Rechenleistung soll etwa 28 PFLOPS betragen – alleine durch die Prozessoren realisiert.

Am 6. Mai soll der ARCHER2 bereitstehen. Bis zum 18. Februar 2020 wird der ARCHER der ersten Generation auf Basis des Cray XC30-Systems noch aktiv sein. Dieser ist mit Xeon E5-2697 v2 (Ivy Bridge-EP) Prozessoren ausgestattet.