Terminal auf Linux-Basis arbeitet mit MIPS-CPU

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t platformsAuf dem Desktop arbeiten wir mit Prozessoren aus dem Hause AMD und Intel, bei den mobilen Geräten haben sich solche durchgesetzt, die auf einer ARM-Architektur basieren oder an diese angelehnt sind - zugegeben, die Übergänge sind fließend. In einem ganz anderen Anwendungsbereich hat nun ein russisches Unternehmen einen Rechner bzw. ein Terminal vorgestellt, welches einen MIPS-Prozessor einsetzt.

Genauer gesagt handelt es sich um das Tavolga Terminal TP-T22BT von T-Platforms in dessen Inneren ein Baikal-T1-Prozessor von Baikal Electronics arbeitet. Dieser verwendet eine MIPS-P5600-CPU mit zwei Kernen, die mit jeweils 1 GHz arbeiten. Hinsichtlich der Effizienz liegt dieser an der Spitze aller Ranglisten für 32-Bit-Prozessoren mit lizensierbarer Architektur. Sein Anwendungsgebiet ist aber ebenso eingeschränkt wie die Voraussetzungen in dieser Rangliste. Weitere Details zum MIPS P5600 sind in einem Blogbeitrag von Imagination Technologies zu finden.

Tavolga Terminal TB-T22BT von T-Platforms
Tavolga Terminal TP-T22BT von T-Platforms

Er ist ebenfalls in einer 64-Bit-Variante verfügbar und kann auf bis zu sechs Kerne ausgebaut werden. Per Hardwarevirtualisierung dient er dann nicht nur als Endpunkt in einem Terminal, sondern kann als zentrale Einheit eines Netzwerksystems auch als eine Art Server dienen. Netzwerkanwendungen wie 802.11ac Router oder CPE-Modems seien hier beispielhaft genannt.

Auf der Hardware läuft ein Debian 8 und damit das beliebteste Linux für MIPS-Architekturen. Zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen gehören ein 21,5-Zoll IPS-Display mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel, 8 GB Arbeitsspeicher und die Option Flash-Speicher von 8 bis 64 GB zu verbauen. Hinzu kommen vier USB-2.0-Anschlüsse, 1x Gigabit-Ethernet und ein optionaler Modulslot, in dem ein SFP-Modul verbaut werden kann.

Das Tavolga Terminal TP-T22BT soll ab dem 2. Quartal 2016 ausgeliefert werden. Einen Preis nennt der Hersteller nicht. Ebenfalls in Planung ist offenbar eine kompaktere Variante, die ohne Display auskommt. Anwendungsgebiet der Terminals sind Administratoren, die von einem zentralen Platz aus auf die zu überwachenden Systeme zugreifen wollen. Dazu sind nicht zwingend besonders schnelle Prozessoren erforderlich und auch die maximalen 64 GB an Flashspeicher zeigen, dass es sich hierbei nicht um eine Workstation handelt.