IDF 2014: Intel stellt Xeon-E5-v3-Familie vor

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idf2014Zum Start des IDF hat Intel heute seine neue Xeon E5-v3-Produktfamilie angekündigt. Die neuen Prozessoren Xeon E5-2600/1600 v3 sind für den Einsatz in rechenintensiven Umfeldern und Datacentern gedacht und sollen gegenüber der Vorgänger-Generation eine bis um den Faktor 3 gesteigerte Leistung bieten. Darüber hinaus hat Intel weiter die Effizienz verbessert und die Sicherheitsfeatures optimiert – so sollen den immer weiter steigenden Ansprüchen in der Cloud Rechnung getragen werden. 

Die verschiedenen „pools" der IT verschieben sich deutlich durch die Zugang zur Cloud. Entsprechend setz Intel bei der neuen Plattform auf Software Defined Infrastructur. Auf diesem Weg soll eine deutlich gesteigerte Flexibilität für große Firmen geboten werden. Ebenso kann die Plattform nun besser überwacht werden. Der neue Xeon E5 v3 besitzt 22 verschiedene Datenpunkte, sodass die IT-Abteilung einen besseren Überblick über den aktuellen Zustand der Systeme hat. So kann der Stromverbrauch, die Temperaturen, aber auch der Airflow, CPU-, Speicher und I/O-Ausnutzung überwacht werden. Ebenso kann der Cache ins Monitoring aufgenommen werden.

Die neue Speerspitze der Xeon E5-2600 v3-Familie bietet 18 Kerne und kann einen 45 MB großen Last-Level-Cache vorweisen. In beiden Bereichen hat Intel gegenüber der Vorgänger-Generation um 50 Prozent zugelegt. Die neue Intel AVX2-Erweiterung bietet darüber hinaus eine gegenüber AVX1 von 128 auf 256 bit erweiterte Anbindung im Bereich der Vector-Integer-Anweisungen. So kann die Leistung besser auf den Bereich gelenkt werden, der die Performance aktuell benötigt Intel verspricht sich an dieser Stelle eine um den Faktor 1,9 gesteigerte Leistung. Entsprechend dem Einsatzbereich hat Intel Wert darauf gelegt, auch die Virtualisierungsleistung zu steigern, die um 70 Prozent zugelegt haben soll. Im Bereich der Sicherheit hat Intel ebenso an der Ent- und Verschlüsselung gearbeitet und möchte an dieser Stelle eine deutliche höhere Leistung bieten.

Gefertigt wird die neue Prozessoren-Familie im 22-nm-Verfahren mithilfe der Trigate-3D-Transistoren. Die TDP der Prozessoren hat Intel noch nicht bekannt gegeben – hier werden wir bald ein Update liefern können.

Xeon E5 v3 - ab jetzt mit maximal 18 Kernen

Neuerungen gibt es im Bereich der Speicheranbindung, denn Intel kombiniert die Xeon-v3-Generation mit der DDR4-Speichertechnik, die wir consumerseitig erstmals bei Haswell-E auf dem Desktop angetroffen haben. So wird nicht nur die Bandbreite erhöht, sondern auch der Stromverbrauch gesenkt. Gleichzeitig hat Intel auch hier neue Sicherheitsfeatures eingebaut. Entsprechend setzt Intel auch hier auf den neuen Speichercontroller. Die neuen Xeon-Prozessoren müssen mit dem 89xx-Chipsätzen kombiniert werden.

Neuerungen gibt es auch im Bereich der Netzwerk-Anbindung denn Intel hat den XL720-Netzwerk-Controller vorgestellt, der mit 10/40 GBit nun die doppelte Leistung zur Verfügung stellt.

Intel startet die Xeon E5-2600 v3-Generation 26 verschiedenen Prozessoren. Der Preis liegt zwischen 213 und 2703 US-Dollar bei der Abnahme von 1000 Einheiten. Die Workstation-Iteration Xeon E5-1600 liegt preislich zwischen 295 und 1723 US-Dollar. Für Großkunden bietet Intel zum Start über 35 verschiedene Speziallösungen, die auf den Kunden zugeschnitten wurden.