AMD mit angeblich neuem x86-Kern in Entwicklung

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AMD Logo 2013Nachdem die K7- bzw. K8-Koryphäe Jim Keller zu AMD zurückgekehrt ist und das Unternehmen entsprechend eigene Low-Power-ARM-Designs für 2016 angekündigt hat, brodelt die Gerüchteküche. Laut unbestätigten Meldungen soll Jim Keller auch an der Entwicklung eines neuen x86-Kerns teilhaben, der die erstmals 2011 veröffentlichten Dualcore-Module ablöst. Aktuell ist das herausstechende Feature der Bulldozer-Familie das CMT (Clustered-Multithreading). Hier werden zwei Integer-Einheiten mit einer FPU (Fließkomma-Einheit) zu einem sogenannten Modul zusammengefasst. So soll ein Modul bei etwa 20 Prozent mehr Platzbedarf eines Single-Core-Moduls circa 80 Prozent der Leistung von zwei dedizierten Kernen bringen. Auf dem Papier hörte sich das alles wunderbar an, jedoch trat Ende 2011 die Ernüchterung ein. Selbst den eigenen Vorgängern waren die Prozessoren, bei höherem Strombedarf, nicht gewachsen. Bei Spielen ließ der bereits betagte AMD Phenom II X6 die CPUs gar hinter sich.

AMD Bulldozer/Piledriver Die-Shot

Nun soll sich Jim Keller, der bereits den legendären Athlon 64 designte, dem Thema annehmen. Laut Gerüchten wird das CMT-Konzept nicht mehr weitergeführt und ein SMT-ähnliches Konzept angewandt. Es soll ähnlich wie Intels HT-(HyperThreading)-Technologie funktionieren. Anders als die Katzen-Familie (Bobcat, Jaguar, Puma+) soll der neue Kern jedoch auf High-Performance optimiert werden um so wieder Intels Core-Architektur die Stirn bieten zu können.

AMD Kaveri (Steamroller-Cores) Die-Shot

Laut diverser Quellen soll die neue Architektur jedoch erst Ende 2015 angekündigt werden. Zuvor wird AMD aber den letzten Spross der Bulldozer-Familia auf den Markt bringen: Excavator. Dieser beinhaltet alle Konzepte und Ideen, die sich die Bulldozer-Ingenieure für diese Architektur vorgestellt haben. Wieviel Leistung die finale Form nun bringen wird, wird sich erst noch zeigen müssen. Sie wird laut aktuellen Roadmaps in der Nachfolger-APU von Kaveri namens Carrizo ihr Debut feiern. Ob AMD an alte Erfolge im High-Performance-Segment anknüpfen kann, wird sich in den nächsten zwei bis drei Jahren zeigen.

Jim Keller