APU13: AMD präsentiert "Puma"-Architektur und Pläne für die Zukunft

Veröffentlicht am: von

AMD Logo 2013Natürlich hat AMD nicht nur den Desktop-Sektor im Visier, denn gerade der mobile Bereich ist für die Chip-Schmiede aus Sunnyvale, CA einer der aufstrebenden Märkte. So möchte AMD die große Lücke zwischen den Tablets und Notebooks mit 2-in-1-Geräten und Convertibles schließen und so eine Brücke zwischen, wie AMD es nennt, Konsum und Produktivität schlagen. So möchte Advanced Micro Devices alle diese Gerätetypen mit speziell angepassten APUs abdecken, und so in Konkurrenz mit dem Erzrivalen Intel und ARM-Produzenten treten. Ironischerweise hatte AMD nach dem Kauf von ATi im Jahre 2006 ihre ultramobile CPU-GPU-Sparte mit dem Namen AMD Imageon an Qualcomm verkauft. Daraus hervor gingen die heutigen Adreno-GPUs (Adreno ist ein Anagramm von Radeon).

Keynote-Präsentation zu
Keynote-Präsentation zu "Puma"

Um den mobilen Ansprüchen gerecht zu werden präsentiert AMD die Nachfolger der akutellen Jaguar-Architektur: Die Puma-Architektur. APUs auf Puma-Basis sollen etwa doppelt so schnell sein wie ihre Pendants aus der Jaguar-Generation. Erreicht wird dies vermutlich mit einem effizienteren 28nm-Bulk-Prozess beim taiwanischen Auftragsfertiger TSMC. So soll der Chip mit dem Codenamen „Mullins“ der Nachfolger der „Temash“-APUs werden und der Chip mit dem Codenamen „Beema“ der Nachfolger der „Kabini“-APUs.

Keynote-Präsentation zu
Keynote-Präsentation zu "Puma"

Zudem hat AMD intensiv mit Microsoft zusammengearbeitet, sodass die neuen mobilen Prozessoren perfekt mit Windows 8.1 zusammen arbeiten werden. So wird unter anderem eine Technologie namens AMD Wireless Display vorgestellt, die ähnlich wie Intels WiDi den Displayinhalt auf Basis der Miracast-Technologie kabellos auf andere Monitore oder beispielsweise einen Fernseher bringen soll. Außerdem wird der Internet Explorer in Version 11 Unterstützung für WebGL auf AMD APUs und GPUs bieten. Dies soll aufwendige grafische Ausgaben über den Browser deutlich beschleunigen. Verbreitete Browser wie Google Chrome oder Mozilla Firefox unterstützen WebGL bereits. Zusätzlich dazu werden die APUs Microsofts Connected Standby unterstützen, sodass sich Live-Tiles oder Notifications bei Windows 8 respektive 8.1 automatisch aktualisieren bzw. eintreffen.

Keynote-Präsentation zu
Keynote-Präsentation zu "Puma"

Eine weitere erwähnenswerte Neuerung ist die ARM Trusted-Zone auf APUs mit „Puma“-Basis werden. Diese ist ein kleiner abgekapselter ARM-Kern innerhalb des x86-Chips der unter anderem gegen Schädlinge die die unteren Betriebssystem-Ebenen befallen helfen soll. Gleichzeitig können beispielsweise mit ihm sichere Bankgeschäfte getätigt werden oder der User zuverlässig und Sicher verifiziert werden. Dabei kann die Trusted-Zone mit einem eigenen Mini-Betriebssystem aufwarten welches auch per Grafikausgabe an den Monitor geliefert werden kann. Als Kern wird dabei ein ARM Cortex A5 verwendet.