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Umfangreicher Sandy-Bridge-Test aufgetaucht

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Bereits im Juli tauchte ein erster Test von Intels kommender CPU-Generation Sandy Bridge im Internet auf (wir berichteten). Der Übertakter Coolaler veröffentlichte in seinem Forum einige Benchmark-Ergebnisse des 32-nm-Quad-Cores mit integrierter Grafik.

Jetzt haben die Kollegen von AnandTech nachgelegt und einen relativ umfangreichen Vorab-Test von Sandy Brige online gestellt. Im ersten Teil der Preview wird im Wesentlichen der bisherige Kenntnisstand zusammengefasst. Die Modellpalette wird vorgestellt und die Architektur von Sandy Bridge umrissen. Auch auf den neuen Sockel LGA 1155 und die neuen Chipsätze geht Anandtech näher ein. Der P67-Chipsatz kann die integrierte Grafik von Sandy Bridge nicht nutzen, dafür bietet er die Möglichkeit, zwei Grafikkarten in zwei PCIe x8-Slots zu nutzen. Vom H67 unterscheidet ihn zudem die Möglichkeit, Speicherteiler zu setzen. Der H67 kann Arbeitsspeicher nur mit der von Intel freigegebenen Geschwindigkeit nutzen - im Moment nur mit DDR3-1333. Beide Chipsätze stellen zwei SATA 6 Gb/s- und vier SATA 3 Gb/s-Port bereit. USB 3.0 wird weiterhin nur per zusätzlichen Chips möglich sein und nicht im Chipsatz integriert. Während P67- und H67-Mainboards zum Sandy Bridge-Launch verfügbar sein sollen, sollen Hauptplatinen auf Basis des Budget-Chipsatzes H61 voraussichtlich erst ein Quartal später folgen. Schließlich greift Anandtech noch das leidige Problem des Übertaktens von Sandy Bridge-Prozessoren auf. Intel integriert den Taktgenerator in die Chipsätze und verhindert so weitgehend das Übertakten per BCLK. Somit bleibt das Übertakten per Multiplikator - und damit für Intel die Möglichkeit, CPUs der K-Serie (mit freiem Multiplikator) mit entsprechender Preisgestaltung an Enthusiasten zu verkaufen. Einige normale Sandy Bridge-Modelle sollen allerdings zumindestens eine begrenzte Anzahl freier Multiplikatoren bieten. Wie genau das Intel handhaben wird, ist noch unbekannt.

Im zweiten Teil des Vorab-Tests wird dann ein Sandy Bridge-Prozessor durch den Testparcours gejagt. Dabei kam ein Core i5 2400 zum Einsatz, ein Quad-Core mit 3,1 GHz Takt und 6 MB L3-Cache. Das frühe Sample bietet noch keine Turbo-Funktion (die kann im Test also auch nicht berücksichtig werden), hat dafür aber Hyper Threading an Bord - das soll beim finalen Core i5 2400 deaktiviert sein. Als Mainboard kam eine H67-Platine mit 4 GB DDR3-1333-Speicher zum Einsatz. Im Test stach zuerst die Grafikleistung von Sandy Bridge hervor. Hier gibt es offensichtlich einen enormen Leistungssprung im Vergleich zu bisherigen integrierten GPUs. Sandy Bridges Grafikeinheit kann sogar mancher Budget-Grafikkarte Paroli bieten - in einigen Tests ist sie der  Radeon HD 5450 überlegen.

Die reinen CPU-Tests haben aufgezeigt, dass sich der Core i5 2400 von einem aktuellen und vermutlich ähnlich teuren Core i5 760 etwa um 23 Prozent absetzen kann. Seine Leistung entspricht in etwa der eines Core i7 880. Sandy Bridge scheint bei gleichem Takt etwa 10 Prozent Performancegewinn im Vergleich zur Vorgängergeneration zu bieten. Beim Stromverbrauch liegt Sandy Bridge nach diesem Test im Leerlauf gleichauf mit Lynnfield. Unter Last fällt der Verbrauch jedoch deutlich niedriger aus als bei der Vorgängergeneration.

Entsprechend diesen Eindrücken kommt Anandtech zu folgendem Fazit:

"With Sandy Bridge next year you'll get higher clock speeds, more performance per clock and reasonable integrated graphics at presumably the same prices we're paying today. What's even more exciting is the fact that what we're looking at is just mainstream performance. The high end Sandy Bridge parts don't arrive until the second half of 2011 which add more cores and more memory bandwidth."

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