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IDF: Nehalems Stromspar- und Turbofeatures

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Pat Gelsinger berichtete in seiner "IA = Embedded + Dynamic + Visual"-Keynote über neue Stromsparfeatures des kommenden Nehalem-Prozessors. Der Vierkern-Prozessor, den Intel im vierten Quartal dieses Jahres auf den Markt bringen wird, besitzt einige bereits bekannte Features: Ein Triple-Channel-DDR3-Speichercontroller On-Die, QPI als neues Interface und Hyperthreading (insgesamt 8 Threads pro CPU) sind die Kernfeatures des neuen Modells. Als Stromsparfeature hat Intel nun eine besondere Technik auf Siliziumebene eingeführt, die es ermöglicht, einzelne Cores komplett abzuschalten. Im Idle-Betrieb kann Intel so auch die Leakage des Idle-Cores komplett vermeiden.


Das Power Gate genannte Feature schaltet die Cores im C6-Modus komplett ab und vermeidet so nicht nur die Switching-Power, sondern auch die Leakage-Power. Der Stromverbrauch kann so laut Intel weiter gesenkt werden. Aktiv bleibt nur ein Kern und der von Intel "uncore" genannte Bereich, also die Caches und sonstige Logik des Prozessors. Kontrolliert wird das neue Powermanagement-Feature von einem Mikroprozessor On-Die, der wie Pat Gelsinger anmerkte mehr als eine Million Transistoren besitzt.



Neben dem Powermanagement besitzt Nehalem auch einen Turbo-Modus, der bereits vormals von Intel verwendet wurde. Im Notebook-Bereich ist dieser schon implementiert: Sind Kerne im Idle-Betrieb, taktet Intel bei Single-Core-Anwendungen einzelne Kerne höher, um eine höhere Leistung in dem bestehenden TDP-Envelope zu erreichen. Bei Nehalem werden - wenn man die Intel-Folien richtig interpretiert - beim Idle-Betrieb von mindestens zwei Kernen die beiden aktiven Kerne um einen Speed-Bin übertaktet, beim Idle-Betrieb von drei Kernen der eine aktive Kern um zwei Speed-Bins übertaktet.



Einen Einblick in die Nehalem-Performance werden wir morgen noch geben, da hier ein "Gruppen-Benchmarking" mit diversen anderen Redaktionen angesetzt ist - in der Keynote präsentierte Pat Gelsinger aber bereits einen Cinebench-Durchlauf eines Nehalem-Prozessors, der statt der 3,2 GHz mit einer unbekannten übertakteten Taktzahl ins Rennen ging (aber luftgekühlt lief). Die erreichten 45.000 Punkte sind auf jeden Fall ein brachialer Wert für den Vierkern-Prozessor, denn eine derartige Leistung war bislang noch nicht einmal mit einem übertakteten Skulltrail-System möglich.



Mehr zu Nehalem und Co. wird es in den nächsten Tagen zu lesen geben.

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