CallStranger-Sicherheitslücke betrifft unter anderem Windows 10, Samsung-TVs und die Xbox One

Veröffentlicht am: von

guyfawkes100Aktuell klafft im UPnP (Universal Plug and Play) die sogenannte Sicherheitslücke "CallStranger"”. Besagtes Protokoll dient zur herstellerübergreifenden Ansteuerung von Geräten über ein IP-basiertes Netzwerk. UPnP basiert auf einer Reihe von standardisierten Netzwerkprotokollen und Datenformaten. Durch die genannte Schwachstelle ist es jetzt möglich, Sicherheitsmechanismen zu umgehen. Dadurch sind Aggressoren unter anderem in der Lage, DDoS-Angriffe auszuführen. 

Wie der Sicherheitsforscher Yunus Çadirci bereits im Dezember des Jahres 2019 entdeckte, lassen sich TCP-Pakete an die betroffenen Geräte versenden und Modifikationen am Callback-Header vornehmen. Die versendeten Pakete landen dann in dem internen Netzwerk, in dem sich das angegriffene UPnP-Gerät befindet. Voraussetzung ist dabei natürlich, dass das betroffene Gerät mit dem Internet verbunden ist. Bei Offline-Geräten lässt sich die Schwachstelle nicht ausnutzen.

» zur Galerie

Seit dem 17. April 2020 wurde bereits von diversen Herstellern ein entsprechendes Update ausgerollt, um die Sicherheitslücke zu schließen. Allerdings haben noch nicht alle Unternehmen eine Aktualisierung für die eigenen Geräte veröffentlicht. Wer überprüfen möchte, ob seine Geräte sicher sind und in der Vergangenheit mit einem Update versorgt wurden, kann dies über die Webseite Callstranger.com testen. Hier findet sich eine ständig aktualisierte Liste von betroffenen Geräten, bzw. von jenen, die es nicht sind.

Unter anderem klafft die Lücke in Microsofts Xbox One mit der Betriebssystem-Version 10.0.19041.2494. Auch der ASUS Media Streamer sowie der Rt-N11 des Unternehmens sind betroffen. Wer im Besitz des Canon SELPHY CP1200 Druckers ist, sollte ebenfalls dringend Vorkehrungen treffen und den Printer vorerst offline nehmen, sofern er über eine Internetverbindung verfügt. Zudem sind folgende Fernsehgeräte von Samsung betroffen: der UE55MU7000 mit der Firmware T-KTMDEUC-1280.5 und der MU8000.

Betroffene Systeme / Geräte:

Unbestätigte betroffene Geräte:

Nicht betroffene Geräte: