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Elgato stellt mit Wave Next die nächste Entwicklungsstufe seiner Audio-Plattform vor. Das System vereint sechs aufeinander abgestimmte Komponenten: die Software Wave Link 3.0, das USB-Mikrofon Wave:3 MK.2, das Interface Wave XLR MK.2, das XLR Dock MK.2, das Dual-Interface Wave XLR Pro sowie das Steuergerät Stream Deck + XL. Laut dem Hersteller entsteht mit Wave Next ein geschlossenes Ökosystem für Aufnahme, Verarbeitung und Steuerung von Audiosignalen, das sowohl Einsteigern als auch professionellen Anwendern skalierbare Lösungen bieten soll.
Im Zentrum des neuen Ökosystems steht die Software Wave Link 3.0. Die Anwendung bündelt Hardware- und Softwarequellen in einer einheitlichen Oberfläche und erlaubt die Erstellung von bis zu fünf unabhängigen Submixes. So können sich Sprache, Musik, Spielton, Chat oder Systemklänge getrennt auf Streaming-, Aufnahme- oder Monitoring-Ausgänge verteilen lassen. Jede Quelle kann zudem mit VST-Plugins individuell bearbeitet werden. Eine horizontale Routing-Matrix ersetzt dabei klassische Channel-Strips und will Signalflüsse übersichtlich darstellen. Anwendungen lassen sich per Klick Kanälen zuweisen oder innerhalb eines Kanals kombinieren. In Verbindung mit kompatibler Hardware stehen zusätzliche Funktionen wie Geräteeinstellungen, Monitoring-Modi, Auto Gain Wizard und LED-Konfiguration zur Verfügung. Über den Elgato Marketplace können weitere Effekte integriert werden. Wave Link 3.0 ist kostenlos für Windows und macOS verfügbar und soll mit nahezu jedem Mikrofon oder Audio-Interface kompatibel sein.
Den Kern der neuen Hardwaregeneration bildet der Wave FX Processor, ein in Zusammenarbeit mit LEWITT entwickelter Custom-Chip. Der Signalweg beginnt mit Clipguard 2.0, einer Architektur aus mehreren Analog-Digital-Wandlern, interner 32-Bit-Float-Verarbeitung und einem intelligenten Limiter. Dadurch sollen Verzerrungen bereits vor ihrer Entstehung abgefangen werden können. Fünf integrierte DSP-Effekte - Low Cut Filter, Expander, Voice Tune, Compressor und Equalizer – können zudem in Echtzeit arbeiten, ohne zusätzliche CPU-Belastung zu erzeugen. Über eine VST-Insert-Technologie können Softwareeffekte außerdem mit niedriger Latenz in die Hardware-Signalkette eingebunden werden. Das vollständig bearbeitete Signal wird dabei als einzelner Mikrofoneingang an Anwendungen übergeben, ohne virtuelle Audiogeräte oder komplexes Routing.
Das Wave:3 MK.2 ist ein USB-Kondensatormikrofon mit Supercardioid-Kapsel, die in Kooperation mit LEWITT abgestimmt wurde. Sie soll Sprache präzise erfassen und Umgebungsgeräusche effizient reduzieren können. Ein Multifunktionsregler mit LED-Ring steuert dabei Gain und Monitoring, eine kapazitive Oberfläche ermöglicht geräuschloses Stummschalten. Zwei Monitoring-Modi erlauben wahlweise DSP-verarbeitetes Signal oder ein vollständig integriertes Signal inklusive VST-Effekten. Einstellungen werden direkt im Mikrofon gespeichert.
Das Wave XLR MK.2 richtet Elgato an Nutzer externer Mikrofone. Das Interface bietet bis zu 80 dB Gain, 48-Volt-Phantomspeisung und einen Dynamikumfang von 135 dB. Damit unterstützt es sowohl empfindliche Kondensatormikrofone als auch gainhungrige Broadcast-Dynamikmodelle. Ein integrierter Kopfhörerverstärker sowie flexible Mic/PC-Mix-Optionen wollen präzises Monitoring ermöglichen. Der Auto Gain Wizard soll die Pegelabstimmung vereinfachen.
Das XLR Dock MK.2 erweitert das Stream Deck + um eine integrierte XLR-Schnittstelle mit ebenfalls 80 dB Gain, 48-Volt-Phantomspeisung und DSP-Verarbeitung. Es nutzt die Drehregler und LCD-Tasten des Stream Deck + zur direkten Steuerung von Pegel, Effekten und Monitoring. Ein verbesserter Kopfhörerverstärker mit zwei Mix-Modi will zudem für flexible Abhörsituationen sorgen. Das Modul ist ausschließlich in Kombination mit dem Stream Deck + nutzbar.
Für komplexere Setups erscheint im zweiten Quartal 2026 das Wave XLR Pro. Es integriert zwei unabhängige XLR-Eingänge mit jeweils 80 dB Gain und ersetzt separate Mischpulte in Dual-Mikrofon-Umgebungen. Fünf hardwarebasierte Mixe sollen latenzfreies Monitoring mit getrennten Ausgängen ermöglichen, für Streams, Aufnahmen und persönliches Monitoring. Ein integrierter Maximizer soll dabei die Lautheit stabilisieren, während kanalbasiertes Ducking andere Audioquellen automatisch absenken kann, sobald Sprache erkannt wird. Kopfhörerausgänge an Vorder- und Rückseite unterstützen 3,5- und 6,3-Millimeter-Anschlüsse und treiben Modelle bis 600 Ohm. USB Aux erlaubt die Einbindung eines zweiten PCs, einer Konsole oder eines Smartphones. Stereo Line I/O integriert externe Geräte oder Monitore. Im Standalone-Modus bleiben Routing- und DSP-Einstellungen auch ohne Computer erhalten.
Das Stream Deck + XL fungiert als physische Steuerzentrale. Es verfügt über 36 individuell belegbare LCD-Tasten, sechs Multifunktions-Drehregler und einen breiten Touch Strip. Pegel, Effekte und Mixe lassen sich direkt anpassen, begleitet von visuellem Echtzeit-Feedback. In Kombination mit Wave XLR Pro soll eine solche kompakte Desktop-Lösung für umfangreiche Audiosteuerung ohne klassisches Mischpult entstehen.