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4.788 RGB-Mini-LED-Zonen, 4K-Dual-Hz und DP 2.1

HKC kündigt M10 Ultra für China an

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HKC kündigt M10 Ultra für China an
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Vom in China beheimateten Elektronikhersteller HKC kommt der nach eigenen Angaben weltweit erste Gaming-Monitor mit RGB-Mini-LED-Technologie – vorerst aber wohl nur für den chinesischen Markt gedacht. Der M10 Ultra ist ein LCD-Gerät mit einer Diagonalen von 31,4 Zoll und verfügt über eine spezielle Hintergrundbeleuchtung, die mit zahlreichen winzigen roten, blauen und grünen Mini-LEDs aufwartet – die Rede ist von 4.788 Dimming-Zonen. Die Mini-LEDs können auch einzeln angesteuert werden, wodurch eine Farbdarstellung auf OLED-Niveau erzielt werden können soll. Zugleich sei der Strombedarf im Vergleich zu QD-OLED-Bildschirmen bzw. LC-Displays mit klassischem Mini-LED-Backlight um mehr als 20 % geringer.

Konkret wirbt HKC für den M10 Ultra mit über 98 % Rec.-2020-Abdeckung, einem Delta-E-Wert von unter 1, einer 3D-LUT für professionelle Anwendungen, einer Spitzenhelligkeit von 1.600 cd/m² (1.000 cd/m² vollflächig) und einer Unterstützung von HDR inklusive HLG ("Hybrid-Log Gamma") und PQ-Kurve. Hinsichtlich einer DisplayHDR-Zertifizierung der VESA ist noch nichts Näheres bekannt, doch dürfte das Gerät den Eckdaten nach auf eine HDR-1400-Einstufung hoffen können. Dank Dual-Hz-Modus kann man übrigens jederzeit von nativen 3.840 x 2.160 Bildpunkten (4K, 16:9) bei bis zu 165 Hz auf Full HD (1.920 x 1.080 Pixel, 16:9) und maximal 330 Hz wechseln.

FreeSync ist als Anti-Tearing-Maßnahme vertreten und kann offenbar mit einem Anti-Blur-Tool namens DIC 2.0 kombiniert werden. Die Schnittstellenauswahl ist mit zwei vollwertigen DisplayPorts 2.1 (also UHBR20 bzw. 80 Gbit/s), zwei HDMI-2.1-Eingängen und einem USB-C-Anschluss (98 W PD) sehr modern gestaltet. Ob man mittel- oder langfristig auch mit einer Veröffentlichung des M10 Ultra in Europa oder den USA rechnen darf, hat HKC leider noch nicht verraten. Ebenso steht generell noch kein Verkaufspreis für das RGB-Mini-LED-Modell fest. Andere Monitorhersteller dürften aber sicherlich bald mit eigenen RGB-Mini-LED-Exemplaren nachziehen.

Fachtests werden dann zeigen müssen, ob hier wirklich zu modernen OLED-Displays aufgeschlossen werden kann – und inwieweit man vor allem Mini-LED-bedingte Anomalien wie Blooming oder Halo-Effekte in den Griff bekommt. Letzteres wird allein durch die hohe Zonenanzahl allerdings ohnehin schon stark relativiert.

Nachtrag vom 19.12.2025, 13:43 Uhr: Laut den in der Regel gut informierten Kollegen von FlatpanelsHD habe der M10 Ultra in Wahrheit lediglich 1.596 lokale RGB-Mini-LED-Zonen. Die von HKC beworbenen 4.788 Zonen – also die dreifache Menge – seien ein Marketing-Trick, mit dem herausgestellt werden solle, dass im Backlight eben einzeln steuerbare rote, grüne und blaue Mini-LEDs zum Einsatz kommen. Ähnlich gehe Hisense bei seinen RGB-Mini-LED-Fernsehern vor. Dank an den HWL-Leser Stagefire für die Info im HWL-Forum.

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