Nun auch die Mainboards
Preise steigen durch den KI-Boom in Wellen weiter an
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Die weiter anhaltende Speicherkrise sorgt bei Komponenten weiterhin für sehr hohe Preise, wo eine Art Speicher zum Einsatz kommt. Vor allen Dingen die Preise der Grafikkarten, des Arbeitsspeichers und auch die der SSDs kennt nur eine Richtung und zwar nach oben. Der Grund dürfte ohnehin bekannt sein, denn durch den KI-Boom ist die Nachfrage nach Speicher exorbitant gestiegen und zumindest laut SK hynix soll die Speicherkrise bis mindestens 2030 anhalten. Einem Supply-Chain-Bericht aus dem chinesischen Hardware-Kanal von ChannelGate/Board Channels nach werden in den kommenden Monaten durch steigende Materialkosten auch die Mainboard-Preise weiter ansteigen. Die erste Welle der Preiserhöhung ist bereits im letzten Monat geschehen, weitere Wellen sollen folgen.
Im August haben einige Mainboard-Hersteller die Preise für die Händler und Distributoren (teilweise auch für die Konsumenten) bereits um etwa 3% angehoben, auch wenn dies (noch) nicht alle Mainboard-Produkte betrifft. Von den Mainboard-Herstellern wurde dies (bisher) nicht offiziell bekanntgegeben. Bedingt durch den KI-Boom sind nicht nur die Speicherprodukte selbst knapp und sehr teuer, sondern auch Leiterplatten, sprich PCBs (Printed Circuit Board) werden durch den Ausbau der KI-Rechenzentren ebenfalls dringend benötigt, sodass auch diese Nachfrage wie in einer Kettenreaktion mit ansteigt. Denn ohne PCBs können keine Speicherchips zum Einsatz kommen. Hinzu kommt noch, dass außerhalb des Mainboard-Bereichs für Endverbraucher die Preise für kupferkaschierte Laminate, Glasgewebe und hochkapazitive MLCCs (Multilayer Ceramic Capacitors) ebenfalls mit angezogen haben und diese hohe Nachfrage kommt ebenfalls aus dem Bereich der KI-Rechenzentren.
Um zu den Mainboards zurückzukommen: Je nach Typ sind die Kosten der PCB-Materialien zwischen 15 und 50% angestiegen, Kondensatoren ebenfalls um 50% und auch die WLAN-Module zwischen 10 und 20%. Im Kern geht es um Kupfer, Leistungsbauteile und Steuer-ICs, die auf den Mainboards (und anderen Komponenten, wie auch Grafikkarten) eben unverzichtbar sind. Aus diesem Grund werden auch die Grafikkarten durch den Speicher und den PCBs inkl. Restbestückung weiter im Preis steigen, auch wenn die Anschaffungskosten bereits deutlich angestiegen sind, vor allen Dingen bei der GeForce RTX 5090 (Test), die im Neuzustand aktuell nicht für unter 4.979 Euro zu bekommen ist.
Die erste Welle der Preiserhöhung im Mainboard-Segment ist im aktuell laufenden dritten Quartal dieses Jahres im letzten Monat erfolgt. Weil die Kostensteigerungen im vergangenen Monat nicht vollständig abgedeckt wurden, sind weitere Wellen in den kommenden Monaten zu erwarten.
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