Für Linux-Entwickler: SolidRun stellt Arm-Workstation vor

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armUm die Entwicklung von Software wie Betriebssytemen und Treiber auf Basis von Arm-Hardware voranzutreiben, benötigt es auch die entsprechenden Hardware-Plattformen. Im Rahmen des DevSummit 2020 stellte Arm nicht nur die nächsten beiden Client-Plattformen Matterhorn und Makalu vor, sondern mit Arm SystemReady, eine Plattform bzw. eine zentrale Sammlung von Spezifikationen für Arm-Hardware.

SolidRun wiederum bietet mit dem HoneyComb LX2K nun eine entsprechende Entwickler-Platttform an. Das Mini-ITX-Board verwendet als zentrale Komponente einen Layerscape LX2160A von NXP, der wiederum auf 16 Cortex-A72-Kernen aufsetzt. Der Arm-Prozessor erreicht einen Takt von 2,2 GHz, bietet 8 MB an L2-Cache und einen Cache Coherent Interconnect Fabric mit einem Takt von 1.500 MHz. Über die zwei SO-DIMM-Steckplätze wird der DDR4-Speicher angebunden. Hinzu kommen zwei PCIe-3.0-Controller mit jeweils acht Lanes, vier Controller mit jeweils vier Lanes und ein SATA-Controller für vier SATA-Anschlüsse.

Die PCI-Express-Lanes setzt SolidRun beim HoneyComb LX2K mit einem PCI-Express-3.0-x8-Slot sowie einem M.2-Steckplatz um. Hinzu kommen 2x USB 3.0, Gigabit-Ethernet, 4x SATA und 4x SFP+.

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Das HoneyComb LX2K soll 750 US-Dollar kosten und stellt damit eine recht günstige Alternative in der Arm-Entwicklung dar. Natürlich muss man hier noch die Anschaffungskosten der Komponenten wie Netzteil, Arbeitsspeicher und SSD hinzunehmen. Ähnliche Entwickler-Plattformen sind beispielsweise der Ampere eMAG, der allerdings noch ein anderes Kaliber darstellt – sowohl hinsichtlich der Ausstattung als auch beim Preis. Apple lieferte nach der WWDC im Juni Developer Kits mit A12Z Bionic SoC an Entwickler aus, damit diese ihre Software auf die zukünftigen Macs mit Arm-Prozessor anpassen können.