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Neues von Thermal Grizzly

WireView II Pro "Noctua Edition", Diamant-Kühler und mehr

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WireView II Pro "Noctua Edition", Diamant-Kühler und mehr
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Thermal Grizzly ist auf der Computex unter anderem mit einer "Noctua Edition" des WireView II Pro und einem Diamant-Kühler präsent, hat aber noch einiges mehr in petto.

Den regulären WireView II Pro hatten wir im März als Speziallösung zur Überwachung und Regelung des 12V-2x6-Anschlusses im Test. Zur Computex gibt es nun eine "Noctua Edition" zu sehen. Der ursprüngliche Lüfter wird dabei durch einen kleinen und besonders leisen Noctua-Lüfter ersetzt. Mit dem WireView II soll zudem demnächst eine etwas abgespeckte Variante des WireView II Pro folgen. Sie fällt etwas kompakter aus und ersetzt das Display durch eine einfache LED-Anzeige. Die Plattform selbst soll aber vom Pro-Modell übernommen werden. 

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Im Wasserkühlungsbereich hat Thermal Grizzly mit einem metallbeschichteten Industriediamant experimentiert. Der wurde direkt über den Hotspot des Kühlers gesetzt. Dank der hohen Wärmeleitfähigkeit konnte laut Thermal Grizzly tatsächlich eine höhere Kühlleistung erreicht werden. Das Diamantplättchen würde allerdings bereits im Einkauf um die 250 US-Dollar kosten, sodass es diese Lösung nicht auf den Markt schaffen dürfte.

Anders sieht es mit den Thermal Grizzly-Lüftern aus, die für den Verkauf gedacht sind. DeltaMate Purrformante 120 und 140 sind 120- bzw. 140-mm-Lüfter, die auf einen hohen statischen Druck ausgelegt wurden. Ein Lüfterrahmen aus CNC-gefrästem Aluminium lässt sie sehr wertig wirken. Eine RGB-Beleuchtung fehlt aber trotzdem nicht. Elegant umgesetzt wurden die magnetischen Abdeckungen des versteckten Montagesystems. Eine Gummi-Entkopplung wurde integriert. Die Lüfter sind mit ihren Custom-USB-Anschlüssen für den Daisy-Chain-Betrieb ausgelegt. 

Als neue Wärmeleitpaste wurde die Duronaut Pro entwickelt. Sie ist darauf ausgelegt, auch bei langer Nutzungsdauer eine hohe Wärmeleitfähigkeit zu bewahren. Auch im Bereich des Coatings gibt es mit dem TG O eine Neuheit. Diese Beschichtung kombiniert eine hohe Wärmeleitfähigkeit mit mechanischer und chemischer Robustheit. Schließlich haben wir uns auch neue Schnellkupplungen angesehen, die wir im Video auch demonstrieren.

Update: Details zu Beschichtungen

Neben den schon genannten Neuigkeiten zeigte Thermal Grizzly auf der Computex auch noch die aktuelle Entwicklung in der Beschichtung der Wasserkühler. Getan wurde diese anhand des DeltaMate GPU-Blocks (Test), den es inzwischen auch in einer Variante für die ASUS ROG Astral GeForce RTX 5080 gibt.

Aktuell in Arbeit ist eine Variante des Kühlers für die MSI GeForce RTX 5090 Lightning Z (Test).

Das Thema Beschichtungen beschäftigt Thermal Grizzly derzeit verstärkt. Bisher werden die Wasserkühler vernickelt. Aber auch dies bereitet Probleme und so arbeitet Thermal Grizzly mit dem Schweizer Unternehmen Platit zusammen. Dort entwickelt man komplette Prozesse für Beschichtungen und verkauft das Verfahren dann mit der entsprechenden Maschine an Unternehmen wie eben Thermal Grizzly.

Hartbeschichtungen (PVD) sind extrem dünne Schutzschichten, die die Oberflächeneigenschaften eines Materials gezielt verbessern können. Je nach Ausführung wirken sie sich positiv auf verschiedene Eigenschaften aus, darunter die Härte, die Oxidationsbeständigkeit, die Wärmeleitfähigkeit, die Bruchfestigkeit sowie die chemische Stabilität. Obwohl PVD-Beschichtungen (Physical Vapor Deposition) meist nur wenige Mikrometer dick sind, können sie die thermischen, mechanischen und chemischen Eigenschaften eines Bauteils deutlich optimieren. Dies trägt zu einer höheren Lebensdauer und einer verbesserten Leistungsfähigkeit der beschichteten Komponenten bei. Interessant sind die Hartbeschichtungen daher auch für Thermal Grizzly.

Folgende Verfahren prüft Thermal Grizzly aktuell:

TG X

TG X ist eine nitridbasierte Beschichtung, die eine hohe Wärmeleitfähigkeit mit einem dauerhaften Oberflächenschutz kombinieren soll. Durch ihre hohe Härte bietet sie eine erhöhte Kratzfestigkeit, während ihre chemische Stabilität und Korrosionsbeständigkeit auch unter anspruchsvollen Einsatzbedingungen für eine hohe Zuverlässigkeit sorgen sollen.

  • Hohe Wärmeleitfähigkeit
  • Hohe Kratzfestigkeit durch hohe Härte
  • Nitridbasierte Beschichtung
  • Ausgeprägte Korrosionsbeständigkeit
  • Chemisch stabil und widerstandsfähig gegenüber Umwelteinflüssen

TG O

Bei TG O handelt es sich um eine mehrschichtige Oxynitrid-Beschichtung, die eine hohe Wärmeleitfähigkeit mit einer hohen Oberflächenbeständigkeit verbinden soll. Die hohe Härte sorgt für eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegenüber Kratzern. Darüber hinaus zeichnen sich die Beschichtung durch eine sehr geringe chemische Affinität, eine hohe chemische Stabilität sowie eine gute Beständigkeit gegenüber Umwelteinflüssen aus.

  • Hohe Wärmeleitfähigkeit
  • Hohe Kratzfestigkeit durch hohe Härte
  • Mehrschichtige Oxynitrid-Beschichtung
  • Sehr geringe chemische Affinität
  • Chemisch stabil und widerstandsfähig gegenüber Umwelteinflüssen

TG M

TG M ist eine mehrschichtige metallische Beschichtung, die auf eine hohe Wärmeleitfähigkeit und einen zuverlässigen Oberflächenschutz ausgelegt ist. Besonders hervorzuheben ist ihre Korrosionsbeständigkeit gegenüber Gallium-Indium-Legierungen (GaIn), wodurch sie sich insbesondere für Anwendungen mit Kontakt zu Flüssigmetallen eignen soll.

  • Sehr hohe Wärmeleitfähigkeit
  • Metallische Beschichtung
  • Korrosionsbeständigkeit gegenüber Gallium

TG C

TG C ist eine mehrschichtige, kohlenstoffbasierte Beschichtung, die eine hohe Wärmeleitfähigkeit mit einer hohen Oberflächenbeständigkeit kombinieren soll. Dank ihrer hohen Härte bietet sie eine erhöhte Kratzfestigkeit, während die sehr geringe chemische Affinität eine zuverlässige Leistung auch in anspruchsvollen Einsatzszenarien unterstützen soll.

  • Hohe Wärmeleitfähigkeit
  • Hohe Kratzfestigkeit durch hohe Härte
  • Mehrschichtige, kohlenstoffbasierte Beschichtung
  • Sehr geringe chemische Affinität

Aktuell hat man noch nicht entschieden, welches Verfahren standardmäßig verwendet werden soll. Denkbar wäre auch, dass man hier mehrere Verfahren übernimmt und der Kunde sich dann aussuchen kann, welche Beschichtung er möchte.

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