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Speicherkrise trifft Corsair

AI Workstation 300 mit Strix Halo wird deutlich teurer

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AI Workstation 300 mit Strix Halo wird deutlich teurer
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Nachdem zuletzt einige Systeme mit AMD Ryzen AI Max+ alias Strix Halo oder auch NVIDIAs DGX Spark deutlich teurer und teilweise sogar komplett eingestellt wurden, trifft es nun auch die im August präsentierte AI Workstation 300 von Corsair. Im Zuge der Speicherkrise ist die kompakte AI‑Workstation laut Informationen von Videocardz.com deutlich teurer geworden.

Bei der Corsair AI Workstation 300 handelt es sich um eine kompakte Workstation mit flotter KI‑Hardware. Auf ein Volumen von gerade einmal 4,4 l packt Corsair einen AMD Ryzen AI Max+ 395, bis zu 128 GB LPDDR5X‑8000‑Arbeitsspeicher und eine schnelle NVMe‑SSD mit 4 TB Speicher in ein schlichtes Aluminiumgehäuse mit silbergrauen Rändern und luftiger Front. Dazu kommen eine dedizierte NPU und eine starke Radeon‑Grafik, um KI-Modelle wie gpt‑oss‑120B oder gpt‑oss‑20B lokal laufen zu lassen.

Ursprünglich sollte das Spitzenmodell 2.299 US‑Dollar kosten, wird im hauseigenen Onlineshop jetzt aber erst ab 3.399,99 US‑Dollar gelistet – eine Anpassung um stolze 1.100 US‑Dollar. Wer mit 1 TB SSD‑Speicher auskommt, bezahlt für das System ab sofort 2.699,99 US‑Dollar statt 1.999,99 US‑Dollar. Das Einstiegsmodell mit AMD Ryzen AI Max+ 385, 64 GB RAM und 1 TB SSD steigt dagegen vergleichsweise moderat um 100 US‑Dollar auf 1.699,99 US‑Dollar. 

Der deutsche Onlineshop des Herstellers listet die Corsair AI Workstation 300 zu Preisen zwischen 1.999,99 und 3.547,99 Euro, womit auch hier die höheren Preise bereits angekommen sind.

Der Hintergrund ist klar: DRAM‑ und NAND‑Hersteller ziehen die Preise an. Nach einer Phase mit Überkapazitäten und Rabattschlachten wurde die Produktion gedrosselt, jetzt steigen Nachfrage und Margen wieder. Hohe LPDDR5X‑Kapazitäten und schnelle SSD‑Flash‑Kontingente sind knapp – und genau dort sitzt die Corsair AI Workstation 300. OEMs haben die Wahl zwischen abgespeckten Konfigurationen oder höheren Endpreisen und entscheiden sich meist für Letzteres. Im Rechenzentrum ist die Situation noch deutlicher: NVIDIAs Spark‑DG‑Plattformen kombinieren große HBM‑Stacks, viel DDR5 und große SSD‑Pools. Die absoluten Aufschläge fallen dort schnell fünfstellig aus, verschwinden aber in Paketpreisen für komplette KI‑Nodes.

Die AI Workstation 300 bleibt ein starkes Paket: Strix‑Halo‑CPU, integrierte GPU, NPU, bis zu 128 GB LPDDR5X und mehrere Terabyte SSD im Mini‑Format. Mit den neuen Preisen konkurriert sie aber direkt mit ausgewachsenen Tower‑Workstations, die zwar voluminöser, dafür flexibler bestückbar sind und mehr Aufrüstpfad bieten. Wer primär Rechenleistung und GPU‑Power will, findet im klassischen Workstation‑Segment inzwischen Alternativen, bei denen der Speicher nicht den halben Kaufpreis frisst.

Preise und Verfügbarkeit
Corsair AI Workstation 300, Ryzen AI Max 385, 64GB RAM, 1TB SSD
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Ab 2.119,99 EUR
Preise und Verfügbarkeit bei Geizhals
Corsair AI Workstation 300, Ryzen AI Max 385, 64GB RAM, 1TB SSD
Lagernd 2.119,99 EUR
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