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Erneute Preisanpassungen

Neues 3‑GB‑Modell und höhere Preise für den Raspberry Pi

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Neues 3‑GB‑Modell und höhere Preise für den Raspberry Pi
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In den vergangenen Wochen und Monaten ist der Raspberry Pi kontinuierlich teurer geworden. Zuletzt drehte man im Dezember und Februar deutlicher an der Preisschraube und arbeitete sogar an einer neuen Revision mit zwei Speicherchips, um flexibler bei der Fertigung und im Einkauf zu bleiben. Die Preisanpassungen zogen sich durch das gesamte Portfolio. Nun zieht die Raspberry Pi Foundation die nächste Linie: In einem neuen Blogeintrag kündigt CEO Eben Upton weitere, klar speichergetriebene Preiserhöhungen an – und versucht zugleich, ältere Modelle als stabile Preisanker im Programm zu halten. 

Obwohl die Meldung gestern zum ersten April erfolgte, handelt es sich dabei um keinen Aprilscherz, Upton spricht offen von "memory‑driven price increases", also Preisanpassungen, die direkt aus den gestiegenen Kosten für Speicherbausteine resultieren. Das trifft primär aktuelle Modelle mit 4 GB und dabei hauptsächlich den Raspberry Pi 4 und Raspberry Pi 5. Deren Preise klettern für die 4- und 8-GB-Varianten um jeweils 25, bzw. sogar 50 US-Dollar, während das neueste Flaggschiffmodell mit 16 GB sogar um 100 US-Dollar teurer wird. 

In Deutschland kosten die Geräte aktuell zwischen 89 und fast 220 Euro, während der Vorgänger bei 80 Euro startet (55 Euro mit 2 GB). Für die Compute‑Module 4, 4S und 5 steigen die Preise für 2, 4 und 8 GB RAM auf 12,50, 25, bzw. 50 US‑Dollar, das neue Compute Module 5 mit 16 GB RAM wird mit 100 US‑Dollar mehr veranschlagt. Hier steigen aber auch die Modelle mit weniger als 4 GB Speicher um 11,25 bis 12,50 Euro. Auch beim Zubehör wie dem Raspberry Pi AI HAT+ 2 werden die Speicher-Varianten an der Preisschraube nach oben gedreht.

Als neues Zwischenglied schiebt die Raspberry Pi Foundation einen Raspberry Pi 4 mit 3 GB RAM ein, der mit 83,75 US‑Dollar bepreist wird. Die 3‑GB‑Variante soll feiner zwischen Preis und Speicherausstattung skalieren und verhindern, dass Anwender automatisch in die jeweils teuersten Optionen hineinrutschen. 

Bewusst ausgenommen von den Preiserhöhungen sind die älteren Raspberry‑Pi‑Generationen, die noch auf LPDDR2‑Speicher setzen. Zero, Zero W, Zero 2 W sowie Raspberry Pi 1, 3, 3B+ und 3A+ sollen weiterhin zu den bisherigen Preisen erhältlich bleiben, ebenso Compute Module 1 und 3+. Raspberry Pi verweist auf umfangreiche Lagerbestände dieser älteren DRAM‑Bausteine, die nicht im gleichen Maß von der aktuellen Preisentwicklung erfasst werden. Damit werden ausgerechnet die Legacy-Boards zur günstigen Alternative. 

Der Raspberry-CEO nutzt die Ankündigung zudem, um die Community erneut auf einen bewussten Umgang mit Ressourcen einzuschwören. Statt reflexartig zum neuesten Board mit maximalem Speicherausbau zu greifen, sollen Entwicklerinnen und Entwickler prüfen, ob nicht auch ein kleineres RAM‑Profil oder ein älteres, weiterhin unterstütztes Board ausreiche. 

Das Versprechen, die Preise wieder senken zu wollen, wenn sich der Markt normalisieren würde, betont er weiterhin.

Preise und Verfügbarkeit
Raspberry Pi 4 Modell B, 4GB RAM
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