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NVIDIA hat den Verkaufspreis der DGX Spark Founders Edition in dieser Woche deutlich angehoben. Der kompakte KI-Supercomputer kostet auf dem offiziellen NVIDIA-Marktplatz nun 4.699 US-Dollar – statt bislang 3.999 US-Dollar. Das entspricht einem deftigen Aufschlag von 700 US-Dollar oder rund 17,5 %. In Europa ist der Preisanstieg sogar noch drastischer ausgefallen: Hier liegt der Preis direkt bei NVIDIA inzwischen bei 4.800 Euro, was zum Zeitpunkt der Änderung einem Dollar-Gegenwert von über 5.600 US-Dollar entspricht. Wer das Bundle aus zwei DGX Spark inklusive Verbindungskabel bestellen möchte, bezahlt nun 9.449 US-Dollar.
Die Begründung liefert NVIDIA selbst in einer offiziellen Ankündigung im Developer-Forum. Das Unternehmen schreibt darin, dass die Preisanpassung die branchenweiten Engpässe bei der Speicherversorgung widerspiegle. Der DGX Spark basiert auf dem NVIDIA GB10 Grace Blackwell Superchip und verbaut 128 GB LPDDR5x-Memory – also einen großen Pool an schnellem, gemeinsamem Arbeitsspeicher, der CPU und GPU gleichzeitig zugänglich ist. Genau diese Speicherkategorie ist derzeit weltweit knapp und teuer: Die Nachfrage übersteigt das Angebot erheblich, was Hersteller in mehreren Bereichen – von Smartphones über Laptops, bis hin zu KI-Systemen – zu Preisanpassungen zwingt.
Der GB10-Superchip ist ein SoC mit 20 ARM-Kernen auf Basis des Grace-Designs und soll auf eine KI-Rechenleistung von 1 Petaflop kommen und erlaubt somit das lokale Ausführen großer Sprachmodelle mit bis zu 200 Milliarden Parametern – also für Modelle in der Größenordnung von LLaMA 3, DeepSeek oder Google Gemma. Diesem wird eine Blackwell-GPU zur Seite gestellt, deren Ausbaustufe in etwa mit einer GeForce RTX 5070 auf Basis der GB205-GPU zu vergleichen ist. Direkt an der CPU angebunden sind 128 GB an LPDDR5X-9400. Die Anbindung erfolgt über ein 256 Bit breites Speicherinterface und erreicht eine Speicherbandbreite von 301 GB/s. High-Speed-I/O-Funktionen (HSIO) sitzen ebenfalls am CPU-Chip. Dazu kommen 4 TB an NVMe-SSD-Speicher sowie ein vorinstalliertes NVIDIA-AI-Software-Paket inklusive CUDA, cuDNN und NIM-Microservices.
OEM-Partner wie ASUS (Ascent GX10), Dell, Lenovo und Gigabyte bieten eigene Versionen des GB10-Systems an – ob deren Preise ebenfalls steigen, liegt laut NVIDIA in der Entscheidung der jeweiligen Hersteller. Bei einzelnen Händlern kann die Founders Edition teilweise noch zum alten Preis abverkauft werden.
Der DGX Spark richtet sich an KI-Entwickler, Forscher und Unternehmen, die große Modelle lokal trainieren, feinabstimmen und testen wollen – ohne auf teure Cloud-Infrastruktur oder dedizierte Rechenzentren angewiesen zu sein.