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Steigende Preise bei den Grafikkarten, vermeintliche Einstellung bestimmter Modelle – in den vergangenen Tagen sind neben den stark gestiegenen Preisen beim Arbeitsspeicher auch die der Grafikkarten in den Fokus gerückt. Der immer teurere Speicher spielt im Preismix der Grafikkarten dabei sicherlich eine wichtige Rolle. Aber es scheint in der gesamten Diskussion auch noch weitere Faktoren zu geben.
So berichtet Roman Hartung, alias der8auer, von einem OPP-Programm bei NVIDIA. Für was OPP steht, ist nicht bekannt, das Programm als solches will er aber von zwei Quellen bestätigt bekommen haben. Bis vor wenigen Tagen soll das OPP-Programm aktiv gewesen sein, wurde inzwischen aber eingestellt.
Worum soll es beim OPP-Programm gehen?
Mit den Grafikkarten der letzten drei GeForce-RTX-Generationen unterschied NVIDIA immer zwischen den UVP-Modellen und solchen, die darüber platziert wurden. Ersichtlich wurde dies immer zum Start eines jeweiligen Grafikkarten-Modells, denn wir als Tester bekamen immer zwei Termine: den ersten Termin zum offiziellen Start des jeweiligen Modells mit den UVP-Preisen und einen Tag darauf, durften dann auch die Tests der Karten erscheinen, die über der UVP lagen.
Entsprechend waren möglichst viele Hersteller daran interessiert, im ersten Pool mit den UVP-Karten zu landen, um bereits am ersten Tag Teil der Tests zu sein. Allerdings soll es nicht jedem Hersteller möglich sein, die Karten zu dieser UVP anzubieten. Die Kosten vor allem für GPU und Speicher haben darauf einen maßgeblichen Einfluss. Das OPP-Programm sollte die Hersteller darin unterstützen, die Karten zum UVP anbieten zu können.
Roman hat vor zwei Tagen bei NVIDIA um ein Statement gebeten, bisher aber keinerlei Antwort bekommen.
Die Auswirkungen der Einstellung des OPP-Programms sollen sich in den kommenden Tagen verstärkt zeigen. Die Preise steigen ohnhin schon, doch dies soll nun ein weiterer Faktor für eine Preissteigerung sein.
Da wäre einerseits der Fokus auf die margenstärkeren Modelle wie eben die GeForce RTX 5080. Diese verwendet die gleiche GPU wie die GeForce RTX 5070 Ti, auch das gleiche Speicherpaket, fallen aber genügend gute Chips ab, ist die GeForce RTX 5080 das gewinnbringendere Modell. Diese Verschiebung im Fokus sorgte wohl auch für die Meldung zur vermeintlichen Einstellung der GeForce RTX 5070 Ti. Faktisch aber wurde diese nicht eingestellt, sondern NVIDIA setzt die Priorität eben auf die GeForce RTX 5080
Hinzu kommen eben noch der deutlich teurere Speicher und die fehlende Unterstützung durch das OPP-Programm und schon steigen die Preise – zumindest gibt es einfach keine günstigen "UVP-Modelle" mehr. Die Quellen von Roman gehen davon aus, dass eine GeForce RTX 5080 in den kommenden Wochen zwischen 1.400 und 1.500 Euro kosten wird. Aktuell noch sind die günstigen Modelle ab 1.250 Euro zu haben.
Die genauen Hintergründe zum OPP-Programm sind aber weitestgehend noch unklar. Die Partner sollten darin unterstützt werden, Karten zur UVP anzubieten. Wie genau dies aber geschehen ist, wissen wir zum aktuellen Zeitpunkt nicht.
NVIDIA hält sich bedeckt
Im November des vergangenen Jahres wurde berichtet, dass NVIDIA diese Bindung aufgehoben habe, sodass die Boardpartner sich selbst um die Versorgung mit Speicher kümmern müssen. Zu CES fragten wir NVIDIA, ob sich an der Art und Weise, wie die Boardpartner GPU und Speicher erhalten, etwas verändert habe und bekamen folgende Antwort:
"No changes on how NVIDIA is handling the memory allocation."
Demnach hat es keinerlei Änderungen gegeben und NVIDIA liefert weiterhin GPU und Speicher an seine Boardpartner. Damals hieß es auf die Frage, ob mit höheren Preisen zu rechnen ist, aber auch:
"No big changes expected by NVIDIA."
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