Radeon RX 6900 XT Liquid Edition landet im Einzelhandel

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amd-radeonrx6900-xt-lcMitte Juni stellte AMD zusammen mit einigen Boardpartnern eine Radeon RX 6900 XT Liquid Edition vor, die allerdings Systemintegratoren vorbehalten bleiben sollte. Nun scheint die Karte ihren Weg in den Einzelhandel gefunden zu haben, denn zumindest Mindfactory führt sie für 1.749 Euro als lagernd.

Update: Offenbar ist dies schon länger der Fall, was und allerdings erst jetzt bekannt wurde. Wir sind über einen Bericht bei Videocardz auf die Verfügbarkeit aufmerksam geworden.

Die Radeon RX 6900 XT Liquid Edition basiert auf der Navi-21-GPU – genau wie die Radeon-RX-6800-Serie und Radeon RX 6900 XT. Die Ausbaustufe ist für jedes Modell der Radeon RX 6900 XT identisch. Wir sprechen also von 80 Compute Units und somit 5.120 Shadereinheiten. Hinzu kommen 80 Raytracing-Beschleuniger und 128 ROPs. Der Infinity Cache ist 128 MB groß.

Den höheren Takt der GPU kennen wir schon von einigen Sondermodellen mit Navi-21-XTXH-GPU. Neben einer selektierten GPU mit hohem Takt spendiert AMD der Karte schnelleren GDDR6-Speicher. Dieser arbeitet mit 2.250 anstatt 2.000 MHz. Am 256 Bit breiten Speicherinterface kommt das Modell somit auf eine Speicherbandbreite von 576 GB/s – ausgehend von 512 GB/s für die Standardvariante. Immerhin eine Steigerung um 12,5 %. Die Total Graphics Power (TGP) hebt AMD ebenfalls an. Hier geht es von 300 auf 330 W.

AMD Radeon RX 6900 XT LC
AMD Radeon RX 6900 XT LC
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Gekühlt wird die Karte mittels eines AiO-Flüssigkeitskühlers. Dessen Pumpe sitzt unter dem Kühlergehäuse der Karte, allerdings offenbar nicht direkt auf der GPU. Ein 120-mm-Radiator soll die Abwärme dann wiederum an die Umgebung abgeben. Bei mehr als 300 W ist dies eine durchaus nicht allzu einfache Aufgabe für den Radiator. Ein 240-mm-Modell wäre sicherlich besser geeignet. Allerdings sieht AMD die Karte in erster Linie für OEM- und SI-Systemen vor und hier lassen sich 120 mm besser verbauen, als ein größerer Radiator mit 240 mm.

Recht geschickt scheint die Lösung zu sein, die Schläuche für die Flüssigkeitskühlung in der Nähe der Slotblende aus dem Gehäuse herauszuführen. Der 120-mm-Radiator wird zumeist am hinteren Lüfterplatz des Gehäuses befestigt. Hier ist die Schlauchlänge am effektivsten genutzt. Selbst wenn der Radiator am oberen Teil des Gehäuses untergebracht wird, ist die Schlauchführung somit ideal. Einzig wenn der vordere Bereich des Gehäuses für den Radiator genutzt werden sollte, ist diese Lösung nicht ganz ideal und die Länge der Schläuche könnte zu einem Problem werden.

Offenbar hat Mindfactory schon mehr als 50 dieser Karten verkauft. Mit 1.749 Euro ist die Radeon RX 6900 XT Liquid Edition erheblich teurer als das Referenzmodell, die theoretisch ab 1.060,87 Euro zu haben ist. Ein Custom-Modell der Radeon RX 6900 XT kostet direkt verfügbar ab 1.499 Euro.