Passive GeForce GT 710 von ASUS bietet 4x HDMI

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asus-geforcegt710ASUS listet seit einigen Tagen eine neue passive Grafikkarte. Bei der GeForce GT 710 handelt es sich im eigentlichen Sinn natürlich nicht mehr um eine neue Karte, denn die verwendete GK208-GPU auf Basis der Kepler-Architektur wurde bereits Ende 2015 vorgestellt und hat fünf Jahre auf dem Buckel. 192 Shadereinheiten und eine Chipfläche von 87 mm² beschreiben die GPU ganz klar als Einsteigerlösung – unabhängig von deren Alter.

Es handelt sich aber dennoch um eine interessante Karte, denn zum einen handelt es sich um eine passiv gekühlte Karte und zum anderen bietet sie vier HDMI-Ausgänge. Warum gänzlich auf DisplayPort verzichtet wird, ist nicht ganz klar, viermal HDMI können für bestimmte Anwendungsbereiche aber sinnvoll sein. Allerdings unterstützen die Kepler-GPUs noch kein HDMI 2.0. 4K@60FPS mit 4:2:0 ist das Maximum, was ausgegeben werden kann. Allerdings kann nur ein Ausgang für 4K@60FPS verwendet werden. Sobald ein zweiter Monitor angeschlossen wird, ist die Ausgabe nur noch in 4k@30FPS möglich. Die Vorgänger-Version der Karte bot neben DisplayPort noch DVI und VGA, aber kein HDMI.

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ASUS bewirbt die Karte als Office-Lösung für ein Multi-Display-Setup. Allerdings wird auch die GPU-Tweak-II-Software erwähnt. Eine GeForce GT 710 ist für ein Spielesystem aber alles andere als geeignet. Selbst integrierte Grafiklösungen bieten teilweise deutlich mehr Leistung.

Die passive ASUS GeForce GT 710 (GT710-4H-SL-2GD5) belegt nur einen Slot und verwendet auch nur eine PCI-Express-2.0-Lane. Der GPU-Takt liegt bei 954 MHz. Die 2 GB an GDDR5-Speicher läuft mit 1.253 MHz. Er ist über ein 64 Bit breites Speicherinterface angebunden und bietet damit eine Speicherbandbreite von 20 GB/s. Die Leistungsaufnahme der Karte liegt bei etwa 20 W.

Die neue ASUS GeForce GT 710 dürfte für etwa 50 Euro in den Handel kommen. Auf Seiten der Prozessoren mit integrierter Grafikeinheit bietet ein AMD Athlon 3000G (Test) eine ähnliche Grafikleistung, es handelt sich dabei aber um einen vollständigen Prozessor. Wenngleich die vier HDMI-Ausgänge von keiner integrierten Lösung über das Mainboard geboten werden können.