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Maxwell-Architektur mit Unified Memory vorerst nur im professionellen Bereich

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nvidia 2013Auf der GTC 2013 präsentierte NVIDIA seine bislang aktuelle GPU-Roadmap. Darin war natürlich auch die heute in der GeForce GTX 750 Ti erstmals verwendete "Maxwell"-Architektur zu finden. Die wichtigsten Features einer jeden GPU-Architektur führt NVIDIA auch gerne in seinen Roadmaps auf - so auch zu "Maxwell". Unified Virtual Memory sollte ein wichtiges Merkmal der nächsten Architektur sein, doch im heutigen Review und auch von NVIDIA war zu diesem Thema zum heutigen Tage nichts zu erfahren.

GPU-Roadmap von NVIDIA auf der GTC 2013
GPU-Roadmap von NVIDIA auf der GTC 2013

Lange wurde das "Project Denver" ebenfalls der "Maxwell"-Architektur zugeschrieben. Wie nun spätestens seit der CES 2014 bekannt ist und auch offiziell vorgestellt wurde, handelt es sich bei "Project Denver" um das erste von NVIDIA entwickelte CPU-Design auf ARM-Basis. Im Rahmen der heutigen Vorstellung sprach NVIDIA immer nur von der 1. Generation der "Maxwell"-Architektur. Denkbar ist also, dass "Project Denver" noch immer ein Bestandteil von "Maxwell" werden könnte.

Nun aber zum entscheidenden Teil: dem Unified Virtual Memory. Dabei handelt es sich um eine Technologie, bei der der Speicher von CPU und GPU virtuell zusammengelegt werden. Beide Chips können dann gemeinsam und gleichzeitig und eventuell gemeinsam genutzt Daten in diesem Speicher zurückgreifen. Dies reduziert aber vor allem den Programmieraufwand für die Entwickler. Ob und welchen Einfluss dies auf die Performance haben kann, ist derzeit nicht bekannt. Allerdings müssen die Daten zur Berechnung auf der GPU noch immer zwingend zwischen den verschiedenen Speicher-Domains ausgetauscht werden bzw. müssen auf den lokalen Grafikspeicher vorliegen. Da der Austausch über das PCI-Express-Interface stattfindet, dürfte hier auch der engste Flaschenhals zu suchen sein. Unified Virtual Memory ist unter anderem Teil von CUDA 6.0, was auch von den ersten beiden "Maxwell"-Karten GeForce GTX 750 Ti und GTX 750 unterstützt wird.

Schematische Darstellung des Unified Virtual Memory
Schematische Darstellung des Unified Virtual Memory

Unified Virtual Memory ist keine Technik, die für Spieler interessant ist. Insofern wundert es auch nicht, dass sich NVIDIA aktuell nicht weiter dazu äußern möchte. Auf der GTC 2014 vom 24. bis 27. März erwarten wir allerdings die Präsentation der ersten professionellen Karten auf Basis der "Maxwell"-Architektur. Dann wird vermutlich auch der Unified Virtual Memory eine Rolle spielen. Ob dies dann auch gleichzeitig ein Startschuss oder zumindest ein Ausblick auf die größeren "Maxwell"-GPUs sein wird, bleibt abzuwarten.

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Kommentare (2)

#1
Registriert seit: 17.06.2010

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 443
Unified-Virtual Memory würde sehr wohl einiges bringen- wenn es denn Entwickler geben würde die GPGPU intensiver und ohne Rücksicht auf Kompatibilität zu AMD auch für Gameplay-Physik u.Ä. nutzen würden.
#2
Registriert seit: 02.07.2013

Banned
Beiträge: 888
Nur würde nVidia dann gegen Entwickler verlieren, die das selbe dan AMD only machen (mit OpenCL) - da AMD hier einfach sehr viel stärker ist ;). Wäre also ein Schuss in das eigene Knie....
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