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MSI rückt auf der Gamescom 2026 zwei Gehäuse mit klar getrennten Ansprüchen nebeneinander: Das MEG MAESTRO 900R misst 695 x 379 x 671 mm und gehört als Full-Tower klar in die Flaggschiffklasse. Das MPG VIXTA 300R kommt hingegen auf kompaktere 455 x 235 x 497 mm und ist als Mid-Tower für große ATX-Systeme ausgelegt. Die Größe ist nicht der einzige Unterschied, denn hinter MEG und MPG stehen zwei unterschiedliche Serienpositionen.
MEG steht für "MSI Enthusiast Gaming" und bezeichnet die oberste Gaming-Klasse des Herstellers. Beim MAESTRO 900R zeigt sich das nicht nur an Aluminium und Glas, sondern am gesamten Aufbau des Gehäuses. MSI setzt das Mainboard mittig in den Tower, statt es an die klassische Rückwandkante zu schieben. Das abnehmbare Tray lässt sich hierfür sogar in vier Richtungen drehen. Damit kann der Aufbau an die gewünschte Sichtseite, an die Position der Grafikkarte oder an den Luftstrom angepasst werden. Die Konstruktion ist für eine Showcase-Konfiguration gedacht, zielt mit ihrem Konzept aber auch klar auf absolute High-End-Hardware ab.
So bietet der Tower Platz für ein E-ATX-, ATX-, Micro-ATX- oder Mini-ITX-Mainboard, nimmt Grafikkarten mit einer Gesamtlänge von maximal 440 mm auf und beherbergt CPU-Kühler mit einer Bauhöhe von bis zu 170 mm, während Netzteile bis zu 200 mm tief sein dürfen. Für Laufwerke sind bis zu neun 2,5-Zoll-SSDs und fünf 3,5-Zoll-Festplatten vorgesehen. Acht horizontale plus drei vertikale Erweiterungsslots erlauben mehrere Aufbauvarianten. Im Deckel und Boden lassen sich jeweils bis zu 420 mm große Radiatoren montieren, an der Seite maximal 360 mm. Drei 160-mm-ARGB-Lüfter sitzen ab Werk im Boden – insgesamt nimmt der Tower bis zu 14 Lüfter auf.
MPG löst MSI als "MSI Performance Gaming" auf. Die Serie liegt unterhalb von MEG, bleibt aber auf leistungsfähige Hardware und eine auffällige Optik ausgelegt. Das MPG VIXTA 300R ist deshalb nicht nur ein kleiner Ableger des MAESTRO, sondern ein Mid-Tower mit anderer Priorität. MSI führt die PZ-Variante mit gebogenem, L-förmigem Tempered Glass und schwebender Basis. Die AIRFLOW-PZ-Ausführung ersetzt die geschlossene Schaufläche durch eine Mesh-Front und richtet die Frischluftzufuhr stärker auf die Komponenten aus.
In beiden Fällen unterstützt das VIXTA reguläre ATX-, Micro-ATX- und Mini-ITX-Platinen. Der Tower nimmt Grafikkarten bis 420 mm, CPU-Kühler bis 165 mm und Netzteile bis 190 mm auf. Für Radiatoren stehen oben bis zu 360 mm, seitlich 240 mm und hinten 120 mm zur Verfügung. Bei der gezeigten Ausstattung sitzen zwei 140-mm-Reverse-ARGB-Lüfter an der Seite und ein 120-mm-ARGB-Lüfter an der Rückseite.
Die Unterschiede setzen sich beim Aufbau fort: Beim VIXTA arbeiten abnehmbare Seitenteile, magnetische Netzteilabdeckungen und mehr Raum hinter dem Mainboard-Tray mit dem EZ-DIY-Konzept zusammen. Die AIRFLOW-Version nutzt zusätzlich eine abnehmbare Frontblende und zwei große 160-mm-Lüfter. Die Gewichtsklassen machen mit 33 kg und fast 9 kg den Unterschied ebenfalls sehr deutlich.
Welches ist das beste Gehäuse für meinen Anwendungsfall?
Unsere Kaufberatung zu den aktuellen Gehäusen hilft dabei, die Übersicht nicht zu verlieren. Dort zeigen wir, welches Modell aktuell die beste Wahl darstellt - egal, ob es um die Größe, den Airflow oder das Preis-Leistungs-Verhältnis geht.