Firmware-Fehler: HP-SSDs haben erneut ein Ablaufdatum

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hpeHP hat jetzt für seine Enterprise-Sparte einen Sicherheitshinweis veröffentlicht. Laut dem Unternehmen befinde sich ein Fehler in der Firmware der SAS-SSDs. Dieser verursacht einen Ausfall der Laufwerke nach exakt 40.000 Betriebsstunden. Das bedeutet, dass die Platten bei einem 24/7-Betrieb maximal vier Jahre, 206 Tage und 16 Stunden genutzt werden können. Aufgrund des Verkaufsstarts geht Hewlett Packard aktuell davon aus, dass die ersten SAS-SSDs im Oktober 2020 ihren Betrieb einstellen werden. 

Um das Problem zu beheben, wurde bereits ein entsprechendes Firmware-Update veröffentlicht. HP gab hier explizit zu verstehen, dass die Daten bei einem Ausfall nicht gerettet, bzw. wiederhergestellt werden können.

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Es ist nicht das erste Mal, dass HP solch ein Fauxpas unterläuft. Bereits im November 2019 kam es ebenfalls bei SAS-SSDs von HPE nach 32.768 Betriebsstunden (3 Jahre, 270 Tage und 8 Stunden) zu einem Ausfall der Platten. Allerdings sind beim aktuellen Firmware-Fehler weitaus weniger Platten betroffen als dies im Jahr 2019 der Fall war. 

Laut Aussagen von HPE handelt es sich bei den betroffenen SSD-Modellen sowohl um Laufwerke, die einzeln vertrieben wurden, als auch um andere HPE-Produkte, die direkt von Werk aus zum Einsatz kamen. Dies betrifft unter anderem die Produktreihen HPE ProLiant, Synergy, Apollo 4200, Synergy-Storagemodule, D3000-Storagegehäuse sowie StoreEasy 1000-Storage.

Alle HPE SAS-SSDs mit einer HPE-Firmware-Version vor HPD7 sind vom besagten Firmware-Fehler betroffen. Mit einem Update auf die aktuellste Firmware wird das Problem allerdings behoben und es soll zu keinem Ausfall mehr kommen. Alle Infos inklusive der Firmware finden sich hier

Laut HPE besitzen die HPE-Modelle EK0800JVYPN (846622-001), EO1600JVYPP (846623-001), MK0800JVYPQ (846624-001) und MO1600JVYPR (846625-001) die fehlerhafte Firmware.