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Die Preise für Standard-DRAM-Speicherchips werden im dritten Quartal 2026 voraussichtlich weiter steigen. Laut ZDNet Korea strebt Samsung bei den Verhandlungen mit seinen Kunden eine Erhöhung des durchschnittlichen Verkaufspreises (ASP) um bis zu 20 % gegenüber dem Vorquartal an. Als Hauptursache wird die anhaltend hohe Nachfrage nach Speicherlösungen für KI-Infrastrukturen genannt. Neben Server-DRAM betrifft dies auch High Bandwidth Memory (HBM) sowie stromsparende LPDDR-Speicher, deren Verfügbarkeit aufgrund der starken Nachfrage eingeschränkt ist. Nach Einschätzung von Branchenvertretern verfolgt Samsung eine vergleichsweise offensive Preisstrategie, um von der aktuellen Marktsituation zu profitieren.
Samsung könnte aufgrund seines höheren Anteils an Standard-DRAM stärker von Preissteigerungen profitieren, als Wettbewerber, deren Produktion stärker auf HBM ausgerichtet ist – als Beispiel sei hier vor allem SK Hynix genannt. Bereits im ersten Halbjahr 2026 sind die durchschnittlichen Verkaufspreise deutlich gestiegen, wobei sich das Wachstum im dritten Quartal zwar verlangsamen, aber dennoch auf einem hohen Niveau bleiben dürfte. Ob alle Kunden die angestrebten Preisaufschläge vollständig akzeptieren, ist dabei allerdings sicherlich noch offen. Insbesondere bei LPDDR-Produkten bleibt die Knappheit laut Branchenkennern weiterhin groß, was zusätzliche Preiserhöhungen begünstigen könnte.
Mittelfristig dürfte die Preisentwicklung nach Einschätzung diverser Branchenquellen stabil bleiben, da immer mehr große Kunden langfristige Lieferverträge mit Preisuntergrenzen abschließen. Dies ermöglicht Herstellern eine höhere Planungssicherheit und stabile Margen. Micron hat zuletzt eine steigende Anzahl solcher Vereinbarungen abgeschlossen.
In den vergangenen Tagen gab es aber auch Zweifel daran, dass die Nachfrage weiter in der Form anhaltend sein wird. So soll Meta Überkapazitäten in seinen Rechenzentren vermieten wollen. Trotz Spekulationen, dies könne auf einen nachlassenden Bedarf an KI-Hardware hindeuten, sehen Branchenvertreter darin keine grundlegende Abschwächung der Speichernachfrage. Vielmehr werde Metas Vorgehen als Maßnahme zur effizienteren Nutzung bestehender Rechenkapazitäten interpretiert, während die Investitionen in KI-Infrastruktur insgesamt weiterhin auf hohem Niveau erwartet werden.
Für den Endkunden dürfte dies bedeuten, dass die Preise weiterhin auf hohem Niveau bleiben werden. Dies gilt auch für Kits wie das G.Skill Trident Z5 NeoX RGB (Test), welches über das neue EXPO-ULL-Profil verfügt und welches wir uns in einem Test genauer angeschaut haben.