Werbung
Nintendo beendet Mitte Februar 2027 den offiziellen Verkauf der ersten Switch-Generation in Europa. Die Nintendo Switch, die Nintendo Switch Lite und deren OLED-Ableger werden dann nicht mehr an Händler geliefert und nicht mehr über eigene Vertriebswege verkauft. Damit besiegelt Nintendo das Ende der ersten Switch-Generation, die vor fast zehn Jahren an den Start ging und sich zu einer der erfolgreichsten Konsolen der japanischen Spieleschmiede entwickelte.
Der Termin fällt mit der neuen europäischen Batterieregulierung zusammen, denn ab dem 18. Februar 2027 müssen Akkus in bestimmten Geräten so ausgelegt sein, dass sie während der Lebensdauer des Produkts leichter durch Endnutzer ersetzt werden können. Nintendo nennt auf seiner europäischen Supportseite die kommenden Änderungen der Batterieregeln als Grund für die Umstellung. Bereits verkaufte Geräte sind davon nicht betroffen. Eine vorhandene Konsole kann laut Nintendo selbstverständlich weiter genutzt werden und auch Dienste wie der eShop, Nintendo Switch Online und andere laufen natürlich weiter.
Die Nintendo Switch 2 bleibt dagegen weiter im Programm, bekommt jedoch wie erwartet eine eigene Europa-Revision. Ab Sommer wird Nintendo seine aktuelle Generation schrittweise durch Versionen mit nutzerwechselbaren Akkus ersetzen. Funktional soll es keinen Unterschied zur bisherigen Hardware geben. Allerdings wird bei der überarbeiteten Switch 2 die Akkukapazität von 5.220 auf 5.172 mAh leicht reduziert, während das Gewicht von etwa 401 auf 411 g steigt. Mit angesteckten Joy-Con-2-Controllern nennt Nintendo künftig 548 g statt bisher 534 g. Die im Paket enthaltenen Joy-Con 2 sollen ebenfalls nutzerwechselbare Akkus erhalten.
Auch beim Zubehör tauscht Nintendo nach und nach die Hardware aus. Die Joy-Con in ausgewählten Farben sollen ab Sommer folgen, Joy-Con 2 im Winter. Der Switch-2-Pro-Controller bekommt ebenfalls im Winter eine Revision, allerdings mit kleinerem Akku: 897 statt 1.070 mAh, ein Minus von rund 16 %. Gleichzeitig sinkt das Gewicht von etwa 235 auf 228 g. Der N64-Controller für Nintendo Switch und der GameCube-Controller für Nintendo Switch 2 sollen Anfang 2027 folgen.
Keine neue Revision erhalten neben der Switch-1-Familie der originale Pro-Controller, der NES- und SNES-Controller sowie das Sega-Mega-Drive-Pad und das Pokémon GO Plus. Diese Produkte will Nintendo nach Mitte Februar 2027 nicht mehr über den Nintendo Store anbieten. Die Umstellung läuft nicht gleichzeitig in allen Märkten. Nintendo nennt neben EU-Staaten Großbritannien, die Schweiz, Norwegen, Südafrika, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Der Rollout bleibt damit nicht auf die EU begrenzt, sondern folgt dem breiteren Geschäftsbereich von Nintendo of Europe.
Im Nintendo Store lässt sich die neue Version nicht gezielt auswählen. Sobald die aktuelle Variante eines Produkts ausverkauft ist, soll die überarbeitete Fassung nachrücken. Erkennbar werden die neuen Geräte an eigenen Modellnummern und einem zusätzlichen OSM-Code auf der Verpackung. Eine Preiserhöhung ist ab September ohnehin ausgemachte Sache.





