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Speicherkrise

Steam Deck zeitweise nicht mehr lieferbar

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Steam Deck zeitweise nicht mehr lieferbar
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Auch Valve ist von der aktuellen Speicherkrise betroffen und hat bestätigt, dass das Steam Deck OLED in mehreren Regionen nur noch eingeschränkt verfügbar ist. Die Engpässe betreffen zentrale Komponenten des Handhelds und führen dazu, dass die Produktion auch beim Steam Deck nicht im gewohnten Umfang fortgeführt werden kann.

Besonders angespannt ist die Lage wohl in den USA und in Teilen Asiens, wo Bestände des Steam Deck OLED weitgehend vergriffen sind. In Europa sind Geräte derzeit noch überwiegend lieferbar, jedoch weist Valve darauf hin, dass die Situation volatil bleibt und es jederzeit zu Unterbrechungen in der Lieferkette kommen kann. Auf der offiziellen Store-Seite wird explizit auf Engpässe bei Speicher- und Speicherkapazitäten hingewiesen.

Das Steam Deck OLED setzt auf schnellen LPDDR5-Arbeitsspeicher, der für die Leistungsfähigkeit des mobilen Systems wichtig ist. In Kombination mit dem speziell angepassten AMD-Prozessor mit integrierter RDNA-Grafikeinheit ermöglicht dieser Speicher hohe Datenraten bei gleichzeitig energieeffizientem Betrieb. Gerade bei einem kompakten Handheld sind Bandbreite und Energieverbrauch des Arbeitsspeichers zentrale Faktoren für Performance und Akkulaufzeit.

Parallel dazu wurde bestätigt, dass das Steam Deck LCD mit 256 GB interner Speicherkapazität nicht mehr weiterproduziert wird. Dieses Modell stellte bislang den günstigsten Einstieg in das Steam-Deck-Ökosystem dar. Nach Abverkauf der Restbestände entfällt damit die preislich niedrigste Variante, was den durchschnittlichen Einstiegspreis anhebt. Die OLED-Versionen bieten neben dem verbesserten Display unter anderem höhere Kontrastwerte, optimierte Energieeffizienz und je nach Modell größere interne NVMe-Speicherlösungen, sind jedoch kostenintensiver in der Herstellung.

Die Ursachen für die aktuelle Krise liegen außerhalb von Valves unmittelbarem Einflussbereich. Große Technologiekonzerne investieren derzeit massiv in Rechenzentren für KI-Anwendungen und sichern sich erhebliche Kontingente an High Bandwidth Memory sowie klassischem DRAM. Hersteller wie Samsung, SK Hynix und Micron passen ihre Fertigungskapazitäten entsprechend an und priorisieren margenstarke Aufträge aus dem KI-Segment. Produktionslinien für Standard-LPDDR5-Speicher, wie er im Steam Deck verbaut wird, werden teilweise sogar umgestellt. Dadurch entsteht ein Verdrängungseffekt, der andere Hardware-Hersteller unter Druck setzt.

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