Werbung
Sony hat sich in den USA ein Patent für einen neuartigen PlayStation-Controller gesichert, der weitgehend auf physische Tasten verzichtet und stattdessen eine großflächige Touchscreen-Oberfläche nutzt. Das Patent wurde im Februar 2023 eingereicht und nun offiziell erteilt. Beschrieben werden darin Designs und Methoden für einen Gamecontroller, dessen Bedienelemente frei konfigurierbar sind.
Kern des Konzepts ist ein Touchscreen, der den Großteil der Oberseite des Controllers einnimmt und dort klassische Eingabeelemente wie Steuerkreuz, Analog-Sticks oder Aktionstasten ersetzt. Diese Bedienelemente sollen softwareseitig auf dem Bildschirm platziert werden können, wobei Spieler selbst festlegen, wo sich welche Eingaben befinden. Zusätzlich ist vorgesehen, die Größe einzelner Tasten anzupassen oder bestimmte Eingaben vollständig auszublenden, wenn sie für ein Spiel nicht benötigt werden.
Technisch eröffnet dieser Ansatz flexible Nutzungsszenarien. Für einfache Spiele könnten mehrere Eingaben zu einer einzelnen, großflächigen Taste zusammengefasst werden. In anderen Fällen ließe sich etwa ausschließlich ein Steuerkreuz oder ein einzelner Analog-Stick anzeigen, während nicht benötigte Bedienelemente entfallen. Ziel ist es, sowohl unterschiedliche Spielmechaniken als auch individuelle Vorlieben und ergonomische Anforderungen besser abzudecken.
In der Patentschrift begründet Sony den Ansatz mit den Einschränkungen klassischer Controller. Diese folgen meist einer festen Anordnung von Steuerkreuz und Tasten, die nicht für alle Handgrößen oder Nutzungsweisen gleichermaßen geeignet sei. Eine starre Konfiguration könne zu klein, zu groß oder unbequem sein, während Anpassungen an Form oder Layout aus Kostengründen selten umgesetzt würden. Ein konfigurierbares Eingabesystem soll diese Probleme lösen, ohne unterschiedliche Controllergrößen produzieren zu müssen.
Um unbeabsichtigte Eingaben zu vermeiden, beschreibt Sony zusätzliche Sensortechnik für die Touch-Oberfläche. Genannt werden Druck- und Wärmesensoren, die den Zustand der Eingabefläche erfassen sollen. Damit könnte unterschieden werden, ob ein Finger lediglich aufliegt oder bewusst eine Eingabe ausführt. Dies adressiert bekannte Schwächen früherer Touchpad-Controller, bei denen das bloße Ablegen des Daumens bereits als Eingabe gewertet wurde.
Ob und in welcher Form ein solcher Controller tatsächlich als Produkt erscheint, ist offen. Patentanmeldungen dienen häufig dem Schutz technischer Ideen und führen nicht zwangsläufig zu einer Markteinführung. Dennoch zeigt das Dokument, dass Sony sich intensiv mit alternativen Eingabekonzepten und einer stärkeren Individualisierung von Controllern beschäftigt.