Nintendo Switch: Analyst Michael Pachter bleibt skeptisch

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nintendo switch buntAktuell scheiden sich die Geister zur am 3. März erscheinenden Nintendo Switch: Die einen sind von der Kombination aus Handheld und stationärer Konsole begeistert, die anderen sind z. B. vom Spiele-Angebot zum Launch enttäuscht. In die Reihe der Skeptiker reiht sich nun der bekannte Analyst Michael Pachter ein.

Pachter arbeitet für das Unternehmen Wedbush. Gamern ist er z. B. für seine frühere Videoserie „Pach-Attack!“ bekannt. Für jene kooperierte Pachter mit dem mittlerweile geschlossenen Portal GameTrailers. Bereits damals war rasch zu erkennen, dass Pachter schon zu den Anfangszeiten der Wii U sehr skeptisch bezüglich Nintendo gewesen ist. Am Ende sollte er mit seinen Prognosen zur Wii U Recht behalten, denn die Konsole entwickelte sich im Gegensatz zur vorangegangenen Wii zu einem Flop. Ähnliches prophezeit Michael Pachter nun auch der Nintendo Switch. Die Plattform werde es aufgrund ihres Preises von 299 US-Dollar in den Vereinigten Staaten sehr schwer haben. Zudem sei das Spieleangebot zum Start enttäuschend.

Nintendo Switch Retail

„Durch den Preis von 300 US-Dollar ist die Switch nicht günstiger als die PS4 und Xbox One. Das ist ein Problem, auch weil das Spieleangebot zum Launch enttäuscht und PS4 sowie Xbox One im Handel oftmals im Angeboten mit Spiele-Bundles unter 300 US-Dollar zu haben sind“, erklärt Pachter. Der Nintendo Switch hingegen liegen keinerlei Games bei. Pachter setzt hinzu, dass es für Nintendo schwer sein werde, die Kunden davon zu überzeugen, dass die Hardware-Möglichkeiten der Switch mehr als ein Gimmick seien. Michael Pachter prognostiziert daher bis Ende März 2017 ca. eine Mio. verkaufte Switch . Nintendo selbst kalkuliert mit der doppelten Menge. Für das gesamte Jahr rechnet Pachter mit fünf Mio. verkauften Switch.

Laut dem Analysten werde der Erfolg der Switch auch davon abhängen, ob Nintendo dieses Mal die Unterstützung der Third-Party-Entwickler halten könne. Er glaube aber nicht, dass die Switch hier viele Entwickler anziehen werde. Während PC, PS4 und Xbox One allesamt auf x86-Architektur basieren, was Portierungen erleichtert, stehe die Switch mit ihrem schwachen ARM-SoC allein auf weiter Flur. Zudem seien die Controller überraschend teuer und das Gros der Third-Party-Titel bestehe bisher aus alten PS3- / Xbox-360-Spielen wie „The Elder Scrolls V: Skyrim“. Nintendo werde es mit der Switch sehr, sehr schwer haben eine Kundenbasis und Unterstützung durch Third-Party-Entwickler zu gewinnen. Pachter nimmt daher an, dass die Konsole eher in die Fußstapfen der Wii U als der Wii treten werde.