Fast ein Trendsetter: Microsofts rahmenloses Lumia 435 aus dem Jahr 2014 zeigt sich erstmals

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Microsoft hat erst kürzlich das endgültige Aus für Windows Phone bzw. Windows 10 Mobile bestätigt. Überrascht hat das aber wohl niemanden mehr, denn das Betriebssystem wurde schon lange stiefmütterlich behandelt und vegetierte im niedrigen, einstelligen Bereich der Marktanteile vor sich hin. Dabei kann man Microsoft rückblickend sicherlich viele Fehler bei der Vermarktung vorwerfen – etwa die ehemalige Partnerschaft mit Nokia, welche sich für beide Unternehmen als Hemmnis auf dem Smartphone-Markt erwies.

Interessant ist nun ein Prototyp aus dem Jahr 2014, der jüngst aufgetaucht ist: Es handelt sich dabei um eine andere Version des Lumia 435, die in jener Form nie auf den Markt gekommen ist. Dieser Prototyp nutzt ein Design mit relativ kleinem Rahmen um den Bildschirm – speziell für das Jahr 2014. Angesichts des aktuellen Trends hin zu derartigen Designs eröffnet sich die Frage, warum Microsoft diese Chance als Pionier zu gelten bewusst verworfen hat.

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Es ist normal, dass Hersteller für ihre Smartphones oft mehrere Prototypen mit unterschiedlichen Designs testen, um sich eben am Ende für eines zu entscheiden. Das Lumia 435, das am Ende auf den Markt kam, war ein sehr konventionelles Einstiegsgerät. Warum Microsoft sich gegen das für die damalige Zeit innovative Design mit schmalem Rahmen entschied? Microsoft selbst wird sich zu dem unveröffentlichten Prototypen voraussichtlich nicht äußern. Eventuell wären die Produktionskosten zu hoch gewesen oder man plante vielleicht zwischenzeitlich das Design später für ein höherwertiges Smartphone zu nutzen, statt es bei einem Einstiegsgerät einzuführen. Das Smartphone kam auf einen Bildschirm-zu-Gehäuse-Verhältnis von 79 %. Das beeindruckt heute nicht mehr unbedingt, wäre im Gesamtbild 2014 aber interessant gewesen.

Am Ende kann man angesichts der Fotos des Prototypen nur festhalten, dass Microsoft hier eine Chance verpasst hat. Das Design wäre sicherlich auf ein Echo bei Kunden und Medien gestoßen.