ASUS schwächelt im Smartphone-Markt

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asusASUS wird sein selbst gestecktes Ziel 2016 etwa 25 Mio. Smartphones auszuliefern wohl verfehlen. Dabei hatte das Unternehmen bereits im Februar die ursprünglich anvisierte Menge von 30 Mio. Einheiten auf besagte 25 Mio. nach unten korrigiert. Dabei sind die Ursachen vielfältig: Besonders in China ist der Markt hart umkämpft und lokale Anbieter wie LeEco, Meizu, Xiaomi und viele kleinere Hersteller haben es ASUS schwer gemacht. In Indien sieht es offenbar ganz ähnlich aus, wie Quellen aus der Industrie bestätigen. Im August hat nun zwar das ASUS ZenFone 3 Fahrt aufgenommen, ein Flaggschiff, das es z. B. als Variante mit 5,5 Zoll Diagonale, 1.920 x 1.080 Bildpunkten, Qualcomm Snapdragon 625 und bis zu 4 GByte RAM gibt. Doch insgesamt ist sich auch ASUS bewusst, dass die Ziele bisher zu hoch gesteckt waren. Geschäftsführer Jerry Shen erklärte gegenüber Investoren kürzlich auf einer Konferenz daher auch, dass ASUS nun als Primärziel verfolge Gewinne zu machen, anstatt besonders hohe Auslieferungsmengen zu erkämpfen. Somit will ASUS seine Margen mit Preissenkungen offenbar nicht zu sehr einschränken und nimmt dafür auch etwas geringe Verkaufszahlen hin.

Asus ZenFone 3

In der ersten Jahreshälfte 2016 lieferte ASUS nur ca. acht Millionen Smartphones aus. Nun ist aber eben unter anderem das ZenFone 3 auf den Markt gekommen, so dass für die zweite Jahreshälfte höhere Auslieferungsmengen zu erwarten sind. Insgesamt rechnet man deswegen aktuell damit, dass ASUS in diesem Jahr wohl etwa 20 Mio. Smartphones ausliefern könnte. Wie bereits erwähnt, führt ASUS vor allem in Asien einen erbitterten Kampf um Marktanteile mit dort sehr präsenten Anbietern wie Huawei, Oppo oder Vivo. Zwar konnte auch ASUS zuletzt seine Auslieferungsmengen steigern, aber das Wachstum bleibt bei dem Hersteller aus Taiwan deutlich hinter der Konkurrenz aus China zurück. Nun setzt man dennoch noch einige Hoffnungen auf Indien: Dort konnte ASUS 2015 immerhin ca. zwei Millionen Smartphones ausliefern. Für 2016 kalkuliert man derzeit mit drei Millionen ausgelieferten Modellen.