Project Ara: Modulare Smartphones erscheinen erst 2016 (2. Update)

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google araGoogles modulares Smartphone, das unter dem Namen Project Ara entwickelt wird, wird später als angekündigt auf den Markt kommen. Nachdem man im Januar vom Start in diesem Jahr sprach, gab das Team nun bekannt, dass es erst 2016 soweit sein werde. Einen konkreten Grund für die Verzögerung gab man bislang nicht an, die Rede ist lediglich von einem umfangreicheren Testverfahren als gedacht.

Aber nicht nur der ursprüngliche Zeitplan wird nicht eingehalten, auch die Region für den ersten öffentlichen Test hat man geändert. Denn wie Google schon vor einigen Tagen bekannt gab, hält man nicht länger an Puerto Rico fest. Man arbeite jedoch bereits an einem Ersatz, der innerhalb der USA liegen soll. Was zu dieser Entscheidung geführt hat, ist unbekannt – die wirtschaftlich angespannte Lage des Karibikstaats, der unter der Hoheitsgewalt der USA steht, könnte jedoch eine Rolle spielen.

Fraglich ist aufgrund der Änderungen auch, ob die dritte Project-Ara-Generation wie vorgesehen in den Handel kommt oder ob die Entwickler einen weiteren Zwischenschritt einplanen.

Das Projekt wurde 2013 in Zusammenarbeit mit Phonebloks unter dem Dach von Motorola gestartet und verblieb nach dem Verkauf der Tochter an Lenovo bei Google. Vorgesehen war bislang, dass das günstigste Modell des modularen Smartphones etwa 50 US-Dollar kosten wird. Als einer der wichtigsten Partner gilt dabei Toshiba – die Japaner liefern das erste SoC-Modul.

Update: Via Twitter haben die Entwickler nun einen Grund für die Verzögerungen genannt. Während der Tests habe sich gezeigt, dass die Elektropermanentmagnete, die die Module mit dem Grundgerät verbinden, nicht zuverlässig genug arbeiten würden. Deshalb ist man derzeit auf der Suche nach einer Alternative, zu der man sich jedoch nicht näher äußert.

2. Update: Google hat seine Aussage bezüglich der Elektropermanentmagnete relativiert. Diese hätten nicht versagt, der entsprechende Tweet sei lediglich ein WItz gewesen. Man arbeite aber tatsächlich an einer neuen Lösung. Ebenfalls noch Verbesserungen unterzogen werden sollen Akku und Kamera.