Schwaches Smartphone-Geschäft halbiert Samsungs Gewinn

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samsung 2013Schon vor drei Wochen warnte Samsung vor schwachen Zahlen für das dritte Quartal 2014, nun hat der Konzern diese in Form der Bilanz bestätigt. Wie vorhergesagt sind Umsatz und Gewinn spürbar gesunken, auch der verantwortliche Geschäftsbereich wird klar genannt. Denn gerade das, was den Südkoreanern zuletzt immer wieder zu neuen Rekordzahlen verholfen hat, schwächelt: Das Geschäft mit vor allem teuren Smartphones.

Im entsprechenden Segment gingen die Einnahmen um 34 Prozent von 35,66 auf 23,52 Billionen Won (17,6 Milliarden Euro) zurück. Die gesamte Sparte IM - zu der neben Mobilgeräten auch PCs gehören - verlor 33 Prozent des Umsatzes und erreichte nur noch 24,58 Billionen Won. Wesentlich stärker fiel das Minus beim operativen Ergebnis aus. Konnte der Bereich IM vor einem Jahr noch 7,5 Billionen Won erzielen, waren es nun lediglich noch 1,75 Billionen (1,3 Milliarden Euro) - ein Minus von 74 Prozent. Die Auswirkungen auf den Gesamtumsatz und Profit sind schwerwiegend. Die Einnahmen gingen von 59,08 auf 47,45 Billionen Won zurück (minus 20 Prozent), der operative Gewinn von 10,16 auf 4,06 Billionen Won (minus 60 Prozent). Unter dem Strich blieben netto noch 4,22 Billionen Won oder 3,1 Milliarden Euro übrig, ein Rückgang um 49 Prozent. Dementsprechend ging die Nettogewinnmarge von 13,9 auf 8,9 Prozent zurück.

Dass Samsung das Smartphone-Geschäft klar als verantwortlich darstellt, ist ungewöhnlich. Zwar habe man den Gesamtabsatz leicht steigern können, Zahlen nennt man wie üblich nicht, der durchschnittliche Verkaufspreis sei aber deutlich gesunken - vor allem, da man im High-End-Bereich schlechter abgeschnitten habe. Bei Tablets habe man hingegen besser abgeschnitten.

Mit Problemen hat man aber auch in anderen Bereichen zu kämpfen. So hat sich ausgerechnet das Sorgenkind LCD-Fernseher als tragende Säule der CE-Sparte entpuppt. Dank neuer UHD- und Curved-Modelle konnte der Absatz deutlich gesteigert werden. Auf Panels beschränkt fällt die Tendenz ähnlich aus, auch hier konnten LC-Produkte für ein Plus sorgen, OLED-Lösungen verkauften sich hingegen schlechter. Nahezu unverändert geblieben ist die Halbleitersparte, einzig der Speicher-Bereich konnte seine Ergebnisse klar verbessern.

Für das laufende Quartal rechnet Samsung mit einer leichten Steigerung in Sachen Gewinn und Umsatz, vor allem aufgrund des Weihnachtsgeschäfts. Ob dies jedoch im Einzelnen auch für Smartphones gelten wird, lässt das Unternehmen offen. Hierzu heißt es lediglich, dass der Wettbewerbsdruck durch verschiedene Neuerscheinungen zugenommen hat, ein Hoffnungsträger sei jedoch das Galaxy Note 4.