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Amazon bringt Alexa+ nach Deutschland

Die handlungsfähige KI-Assistentin startet

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Die handlungsfähige KI-Assistentin startet
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Vor zwölf Jahren erschien Amazons virtueller Sprachassistent Alexa. Mit Alexa+ folgt jetzt auch in Deutschland der bisher größte Entwicklungssprung: Generative KI soll für ein völlig neues Nutzungserlebnis sorgen. Und anders als reine Chatbots ist Alexa+ dazu auch handlungsfähig. Mit BMW hat man zudem einen starken Partner aus dem Automobilbereich, der ab sofort ebenfalls auf Alexa+-Technologie setzt.

In den USA ist Alexa+ schon seit Februar verfügbar. Für den deutschen Markt wurde sie erst noch von einem regionalen Entwicklungsteam angepasst. Dadurch versteht sie nicht nur die Sprache, sondern auch lokale Eigenheiten wie typische Lieblingsmusik, regionale Spezialitäten, kulturelle Besonderheiten und selbst den hiesigen Humor. Amazon selbst beschreibt Alexa+ als Ambient-KI. Sie soll immer verfügbar sein, wenn sie gebraucht wird. Dafür können geeignete Amazon-Geräte, die Alexa-App und demnächst auch einfach der Browser genutzt werden. Hat man das Gespräch z.B. auf dem Echo oder Fire-TV begonnen, kann man es unterwegs mit der App fortsetzen und später z.B. am PC weiterführen.

Während man für die Kommunikation mit Alexa bisher bestimmte Wörter oder Phrasen nutzen musste, lassen sich mit Alexa+ Gespräche in natürlicher Sprache führen. Dabei muss das Aktivierungswort auch nicht mehr dauernd wiederholt werden. Alexa+ merkt sich Vorlieben der Nutzer und ihre Routinen. Noch nützlicher soll Alexa+ dadurch werden, dass sie nicht einfach nur Informationen liefert, sondern auch handlungsfähig ist. Durch die Kooperation mit Diensten wie OpenTable kann Alexa+ beispielsweise im Restaurant reservieren (und merkt sich nach entsprechender Kommunikation auch das Lieblingsrestaurant des Nutzers). Auch mit Diensten wie Amazon Music, Spotify, Apple Music, Prime Video und Audible arbeitet Alexa+ zusammen. 

Die digitale Assistentin trägt Termine im Kalender ein, steuert das Smart Home (aktuell mit Geräten von Marken wie Philips, Ring, Bosch und Siemens) und hilft beim Einkaufen. Im Laufe des Jahres sollen Dienste wie The Fork, Tripadvisor, Kinoheld, GMX und Web.de folgen. Damit Alexa+ mit den Nutzern über das aktuelle Geschehen kommunizieren kann, hat sie Zugriff auf Inhalte von ARD, Bild, Der Spiegel und auf über 1.000 lokale Radiosender.

Erste Eindrücke vom Launch-Event

Wir haben Alexa+ beim Launch-Event in Berlin bereits in ganz unterschiedlichen Szenarien im Einsatz erlebt. Bei der Steuerung von Smart-Home-Geräten war beispielsweise beeindruckend, dass auch ganz indirekte Anweisungen verstanden wurden. So konnte Alexa+ den smarten Ventilator aktivieren, wenn der Nutzer sich darüber beklagte, dass ihm zu warm sei. Mehrere Smart-Home-Geräte können zudem mit einer Anfrage gesteuert und Routinen per Sprache erstellt werden. 

Ein weiteres Szenario war die Planung eines Familiengeburtstags. Alexa+ half bei der Auswahl und dem Bestellen des passenden Geschenks, der Auswahl des Geburtstagskuchens und dem Reservieren von Plätzen im Lieblingsrestaurant. Selbst eine persönliche Stilberatung wurde demonstriert. Ein Alexa+-Gerät mit Kamera kann sich den Nutzer bzw. die Nutzerin ansehen und bewerten, ob das Outfit zum geplanten Anlass passt. 

Tagesaktuelle Fragen (wie hoch müssen die Bayern gewinnen, um in der Champions League weiterzukommen) wurden zuverlässig beantwortet. Es war insgesamt beeindruckend, wieviel besser die Kommunikation mit Alexa+ gegenüber der mit Alexa ist und welche Möglichkeiten sich damit eröffnen. Allerdings hatten wir noch nicht die Gelegenheit, selbst mit der digitalen Assistentin zu kommunizieren. Beim Event sprachen nur Amazon-Mitarbeiter mit Alexa+. 

Sicherheit und Early Access

Laut Amazon werden Privatsphäre und Nutzerdaten auf mehreren Ebenen geschützt. Im Alexa-Datenschutzportal oder der Alexa-App können Interaktionen mit Alexa+ und Einstellungen gemanagt werden. Man kann prüfen, was Alexa gehört hat und auch festlegen, wie lange Sprachaufnahmen gespeichert werden. Bei Alexa-fähigen Geräten können Mikrofone und Kameras ausgeschaltet werden. 

Alexa+ läuft aus technischen Gründen nicht auf allen Echo- und Fire TV-Geräten. Auf Echo Dot (1. Gen.), Echo (1. Gen.), Echo Plus (1. Gen.), Echo Show (1. Gen.), Echo Show (2. Gen.) und Echo Spot (1. Gen.) kommt deshalb weiterhin die ursprüngliche Version von Alexa zum Einsatz. Unter den Fire-TV-Geräten unterstützen Fire TV Stick HD (2nd Gen), Fire TV Stick 4K Select, Fire TV Cube (3. Gen.), Fire TV Stick 4K Max (2. Gen.) und Fire TV Stick 4K Plus (2. Gen.) Alexa+, das gilt auch für die aktuelle Generation der Amazon Ember Smart TVs.

Ab sofort startet das Early-Access-Programm für Alexa+ in Deutschland. Dabei sammelt Amazon auch Kundenfeedback. Die Teilnahme am Early Access ist auf zwei Wegen möglich: Zum einen durch den Kauf eines neuen Echo-Geräts wie einem Echo Show 8Echo Show 11Echo Dot Max oder Echo Studio. Zum anderen aber bei vorhandenem, kompatiblem Echo-Gerät durch Registrierung für eine Einladung. Im Early Access ist Alexa+ kostenlos. Für Prime-Mitglieder soll das auch danach so bleiben. Ohne Prime-Abo soll Alexa+ dann hingegen 22,99 Euro im Monat kosten (während Prime pro Monat 8,99 Euro kostet).

Alexa+-KI-Technologie im BMW

Außerdem nutzt BMW Alexa+-KI-Technologie für die Sprachinteraktion im Auto. BMW verspricht sich davon eine deutlich natürlichere Kommunikation zwischen Mensch und Fahrzeug. Spracheingaben werden mit Fahrzeugfunktionen verknüpft. So lassen sich Navigationsziele direkt aus dem gesprochenen Inhalt entnehmen. Dabei kann man mit dem Fahrzeug in natürlicher Sprache kommunizieren und auch einfach mehrere Zwischenziele mitteilen. Die Steuerung der elektrischen Fensterheber ist z.B. ebenfalls möglich. Sicherheitskritische Anweisungen ("Mache eine Vollbremsung") werden hingegen nicht umgesetzt. 

Optional kann der BMW Intelligent Personal Assistant zudem mit einem Amazon-Konto verknüpft werden, um z.B. Musiksuche und -Streaming per Sprache zu ermöglichen. Zur Aktivierung wird "Hey BMW" oder "BMW" genutzt. Im neuen BMW ix3 wurde die Einführung bereits Mitte April 2026 gestartet. Bereits produzierte Fahrzeuge dieses Modells erhalten die Funktion ab Ende Mai 2026 per Software-Update. 

Weitere BMW-Modelle mit BMW Operating System 9 sowie BMW Operating System X werden ab der zweiten Jahreshälfte 2026 mit dem KI‑gestützten Sprachassistenten aufgewertet.

Quellen und weitere Links KOMMENTARE (4) VGWort
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